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Nächste Ausstellung:

Artists in Dialog: Alex Toland und Myriel Milicevic - Wunschgarten: Wild Urban Offshoots
28.08.-2010 - 26.09.-2010, Fr-So 14-18h u.n.V.
Workshop 4.09.2010, 14-18h
(Voranmeldung erforderlich unter info@artlaboratory-berlin.org)

Vernissage 27.08.2010 ab 20h

 

Art Laboratory Berlin freut sich, die Eröffnung der Ausstellung Wunschgarten: Wild Urban Offshoots der Künstlerinnen Alex Toland und Myriel Milicevic anzukündigen - die zweite Ausstellung unserer laufenden Serie Artists in Dialog.

Jede Ausstellung der Reihe Artists in Dialog kann als diskursive Untersuchung zweier künstlerischer Positionen verstanden werden, die etwas gemein haben (z.B. Ästhetik, Thema oder Werkprozess). Alex Toland und Myriel Milicevic arbeiten beide an der Schnittstelle von Kunst und Umweltwissenschaften. Toland betrachtet das Projekt als ‚Habitat Hacking', und Milicevic erklärt es als eine ‚Neuordnung artenübergreifender Lebenswelten'. Sie haben die unmittelbare Umgebung um Art Laboratory Berlin herum (den Soldiner Kiez) als Ort gewählt, um die Wechselbeziehungen zwischen der ansässigen menschlichen Population und der urbanen Flora und Fauna zu untersuchen. Der Ausstellungsraum fungiert als Labor, um zu kartieren, zeichnen, modellieren und Prototypen zu erstellen. Der Wunschgarten versteht sich als eine Serie von Dialogen: zwischen den Künstlerinnen und den lokalen AnwohnerInnen, zwischen der StadtbewohnerInnen und der Natur sowie zwischen Stadtplanung und urbaner Wildnis.

Während Städte in wilde Landschaften Einzug halten, breitet sich Wildnis in den Städten aus. Urbane Lebensräume sind Orte, an denen sich Pflanzen und Tiere ihre Wohnstätten neben Menschen wählen. All zu oft allerdings ist der Naturraum durch Betonkonstruktionen versperrt, was zu einer deutlichen Kluft zwischen dem von Menschen besetzten Raum und dem Rest der Lebensgemeinschaft führt. Der Wunschgarten ist eine Erkundung wilder Orte und Wesen in der Stadt und kann als Vision mit utopischen Maßnahmen verstanden werden, die über die bereits bestehenden Maßnahmen und städtischen Grünflächen-Planungen weit hinausgeht. Die Stadt wird zum Garten unerwarteter essbarer Möglichkeiten und Ideen, die es auszubrüten und in die Luft fliegen zu lassen gilt.

Die ersten Offshoot (Ableger) des Wunschgartens können bereits auf den Gehwegen und Hinterhöfen des Soldiner Kiez in Berlin angetroffen werden: Auf einer Karte haben die Künstlerinnen die Stadtandschaft visualisiert und Gebiete der menschlichen, Tier- und Pflanzenbevölkerung markiert. Die Panke erweist sich als ein wesentlicher Ort, entlang derer sich verschiedene Spezies austauschen und die üppigen Ufer in die angrenzende Nachbarschaft ausfließen.

Toland und Milicevic beginnen ihre Untersuchung, indem sie die verschiedenen Nahrungsquellen, die im Soldiner Kiez erhältlich sind, in die Karte eintragen: 1. Lokale Nahrungsquellen (wie beispielsweise Gärten, von Menschen angelegt, und Grünflächen, die als Nahrungsquelle der lokalen Fauna dient); 2. Zugereiste Nahrung (alles, was antransportiert wurde und an Orten wie Restaurants, Cafés, Kioske und Märkten verkauft wird).
Anschließend untersuchen sie zukünftige Möglichkeiten der gemeinsamen Produktion, Koproduktion und Kohabitation zwischen den menschlichen MitbewohnerInnen und der lokalen Fauna. Die gängigen Konzepte wie "Lebensweltlich orientierte Räume" (LOR) oder "potenzielle natürliche Vegetation" (PNV) werden hier übertrumpft durch die Visionen potenzieller natürlicher EinwohnerInnen. Damit ist die Wiedereinführung der ehemaligen Megafauna gemeint, wie beispielsweise der europäische Bison (Wisent).

Wie könnten aber die (wieder) eingewanderten Bisons den saftigen Klee ausfindig machen, der sich zwischen Backsteinen und Gehwegen versteckt? Und wie könnten die Ameisen die Osloer Straße überqueren, um die Samen des heilenden Schöllkrauts zu transportieren? Nach dem Eintrag bereits existierender Nahrungsquellen entwickeln die Künstlerinnen nun neue Ableger und präsentieren dabei kreative Maßnahmen gegenüber den Problemen der Fragmentierung und Isolierung urbaner Grünflächen und ihrer zahlreichen BewohnerInnen. Das Aufstelzen von Gebäuden durch Baumpfähle könnte Weideflächen für große Säugetiere schaffen. "Formicidae Funiculars", sogenannte Seilbahnen für flügellose Insekten, verlaufen entlang der Straßenbahnen, um die Ameisen und ihre Verwandte zu neuen Schöllkrautstellen zu bringen. Felsfassaden erlauben Bergziegen, auf Mietshäusern herumzusteigen und auf ihren Dachäckern zu weiden… Die Liste der Maßnahmen sprießt und wächst.

In ihrem künstlerischen Projekt entwickeln die Künstlerinnen mögliche Geräte, um mit den Tieren und der Vegetation dieser Gegend umzugehen und zu kommunizieren: Ein Vogel-Identifizierungs-Teleskop, eine Samenschürze zur Verbreitung von Samen, ein Vogelhaus-Rucksack für schlüpfende Zugvögel… Passend zur Früherntesaison des Spätsommers werden solche Geräte und andere Maßnahmen auf Straßen und Hinterhöfen des Soldiner Kiezes, bei Workshops und auf Kiezbegehungen entwickelt werden. Dabei dient Art Laboratory Berlin als Offshoot-Lab, als mögliche Startrampe für Ableger.

Schließlich sind die lokalen AnwohnerInnen (und andere BesucherInnen) aufgefordert, am Projekt teilzunehmen. Vom Galerieraum aus können sich die TeilnehmerInnen zu einer Serie von Begehungen aufmachen, ihre eigenen Ideen und Entwürfe beitragen und den Wunschgarten wiederum als Sprungbrett für weitere Untersuchungen oder ‚Ableger' nutzen, wie zum Beispiel bei der Planung von Stadtgärten, städtischer Fauna oder evolutionärer Architektur und wildurbaner Gesellschaftsformen.

Am 4. September 2010 wird es einen von den Künstlerinnen geleiteten Workshop geben, um diese Möglichkeiten konzentrierter zu erkunden, zu diskutieren und zu untersuchen, zu schaffen und zu formulieren - um den Wunschgarten und seine wilden urbanen Ableger zu bauen und mitzubewohnen.
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bisherige Ausstellungen:

 

  29.05.2010 - 27.06.2010

Artists in Dialog

2-1/4-n/2 x 21/4-n/2
Heidi Hove & Jens Axel Beck

Vernissage: Freitag 28. Mai 2010, 20Uhr
Performance/ work in progress (öffentlich): 31. Mai- 3. Juni, 14-18Uhr
Artist Talk: Samstag 12. Juni, 2010, 18Uhr

Art Laboratory Berlin freut sich, zur Ausstellung 2-1/4-n/2 x 21/4-n/2 mit den dänischen KonzeptkünstlerInnen Heidi Hove and Jens Axel Beck - und damit zur neuen Ausstellungsreihe Artists in Dialog einzuladen.

Sowohl Heidi Hove als auch Jens Axel Beck sind interdisziplinär arbeitende KünstlerInnen, deren künstlerische Praxis sich zum einen in Form von Objekten und Installationen zeigt, zum anderen realisieren beide auch architektonische, ortsbezogene und soziale Interventionen. Beide künstlerische Positionen überschneiden sich in einem bestimmten Bereich - sie lenken die Aufmerksamkeit stark auf den Alltagsbereich, auf öffentliche sowie private Orte, an denen wir uns täglich aufhalten. Ein Beispiel dafür ist Heidi Hove's Arbeit IN MEMORY OF YOU (2008), bei der sie in eine amerikanische Parkbank die Worte "In Memory of you" einschreiben ließ. Diese direkte Botschaft einerseits und das traditionelle Design andererseits lösten konstruktive Verwirrung bei den BanknutzerInnen aus, lässt sich doch diese Bank in einem durchmischten Stadtviertel Sundholm in Kopenhagen antreffen.

Die Arbeiten von Hove und Beck untersuchen, wie wir uns organisieren und uns durch das moderne Leben navigieren. Mittels einfacher und vielfältiger Manipulationen werden das Alltägliche und das Wiedererkennbare ihres vertrauten Zustands enthoben. Ein gutes Beispiel stellt die Skulptur Chest of Drawers Without Cherry Laminate (2008) von Jens Axel Beck dar: Er hat das Laminat einer herkömmlichen Schlafzimmerkommode entfernt, dabei die Stücke des Laminats in sechs Einmachgläser gefüllt und auf den Boden neben das Möbelstück gestellt. In den Arbeiten von Hove und Beck werden vertraute und gewöhnliche Objekte manipuliert, kopiert oder in einen neuen Zusammenhang gestellt, um auf subtile Weise die Bedeutung zu unterlaufen oder unseren Umgang mit den jeweiligen Objekten zu hinterfragen. Humor spielt bei beiden KünstlerInnen dabei eine bedeutende Rolle und wird oftmals auch als Einstiegsmöglichkeit in den Dialog mit dem Publikum eingesetzt.
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24.04.2010 - 22.05.2010
OFF FENCE.
Kunst an der kalifornisch mexikanischen Grenze

Michelle Chong Katya Gardea Browne Ed Gomez Luis G. Hernandez Camilo Ontiveros.

Vernissage: Freitag, 23. April 2010, 20 Uhr
Artist Talk mit Michelle Chong: So. 25. April 2010, 16 Uhr

Öffnungszeiten: Fr-So, 14 -18 Uhr

Das Ausstellungsprojekt OFF FENCE. Kunst an der kalifornisch mexikanischen Grenze versteht sich als eine künstlerische Plattform mit fünf Positionen, die sich mit dem kulturellen Overflow, den Überschneidungen und Spannungen in der Grenzregion zwischen Südkalifornien und Nordwest-Mexiko sowie formal ästhetischen Kriterien der Grenze als solcher auseinander setzen.
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Azin Feizabadi, aus Repititions-Revolutions -Rituals

  28.11.2009 - 07.02.2010

Kunst und Recht IV
Creative Rights. On Appropriation, Copyright and Copyleft

Azin Feizabadi, Gilbert & George, Christian de Lutz, Triple Candie
Die Creative Rights-Bibliothek zeigt Dokumente über Shepard Fairey vs. AP, Richard Prince vs. Patrick Cariou, Creative Commons, The Fair Use Projekt, Piratpartiet, u.a.

Vernissage 27. November 2009, ab 20h
Ausstellungslaufzeit: 28. November 2009 - 7. Februar 2010
Winterpause 18. Dezember 2009 - 3. Januar 2010
Öffnungszeiten: Sa-So 14-18h, Ausstellungsführung 15h (an jedem Öffnungstag)

Workshop, 28.November 2009, 15h
"Urheberrecht und verwandte Themen für Künstler, Musiker, Filmemacher und andere kreative Bereiche" mit dem Rechtsanwalt Andreas Lichtenhahn

Creative Rights. On Appropriation, Copyright and Copyleft untersucht die Verwendung, Weiterverwendung und den Missbrauch von Bildern und Informationen in der Gegenwartskunst aus künstlerischer, legaler, politischer und philosophischer Perspektive.

Seit den späten 1970er Jahren ist die Aneignung von Bildern und Informationen bei KünstlerInnen wie Sherrie Levine und Richard Prince und vielen anderen eine übliche und anerkannte Praxis und Teil einer postmodernistischen kritischen Annäherung. Diese Strategie geht zurück auf Pop Art, den Nouveau Réalisme und hat Vorläufer in der Dada-Bewegung und der kubistischen Collage. In den letzten Jahren kam es in diesem Zusammenhang zu zahlreichen ethischen, ästhetischen und rechtlichen Kontroversen, wie die Rechtsfälle von Jeff Koons, Richard Prince oder Shepard Fairey zeigen.

Das Ausstellungsprojekt Creative Rights präsentiert sich in drei Teilen: die Ausstellung mit vier künstlerischen Positionen, die Creative-Rights-Bibliothek mit ausführlichem Material zu den vorgestellten Arbeiten und anderen aktuellen Rechtsfällen und ein Workshop zum Thema "Copyright"

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02.10.2009 - 15.11.2009

Kunst und Recht III:
Seized -Critical Art Ensemble
& Institute for Applied Autonomy

Vernissage: 2. Oktober 2009, 20h
Artist Talk: 4. Oktober 2009, 16h
Laufzeit/ Ausstellung: 3. Oktober - 15. November 2009
FilmScreening: Strange Culture, 2. November 2009, 19:30 Uhr (siehe Veranstaltung)

Art Laboratory Berlin freut sich, die Ausstellung Seized (Beschlagnahmt) von Critical Art Ensemble (CAE) und dem Institute for Applied Autonomy (IAA) als dritte Ausstellung im Rahmen der Ausstellungsserie Kunst und Recht anzukündigen.

Die Ausstellung Seized dokumentiert die FBI-Razzia im Haus des CAE-Mitglieds Steve Kurtz im Mai 2004, die sich kurz nach dem Tod seiner Frau Hope ereignete. In den Wochen vor der Razzia waren Steve und Hope Kurtz mit den Vorbereitungen einer künstlerischen Arbeit über genmanipulierte Lebensmittel für die Ausstellung The

Interventionists: Art in the Social Sphere im Museum Mass MoCA beschäftigt gewesen. Ein Mitarbeiter der Feuerwehr, die auf Kurtz' Notruf hin eintraf, beurteilte das Vorbereitungsmaterial für die Ausstellung in ihrem Haus als verdächtig und verständigte das FBI. Im Zuge der Razzia sperrten dessen Beamte in Schutzanzügen einen halben Block um das Haus ab und verursachten eine enorme mediale Aufmerksamkeit. (mehr Informationen)

Photo copyright 2009 by Michael J. Mulley

 

 

 

 

 

 

 

30.05.2009 - 28.06.2009
Kunst und Recht II
Ztohoven
. Media Reality

Filmscreening: On Media Reality
von Vladimir Turner am 29. Mai, 20h30

Die Prager Künstlergruppe Ztohoven hinterfragt in ihren Arbeiten, meist Interventionen im öffentlichen Raum, die Glaubwürdigkeit der Massenmedien und der Werbung. In ihrer Aktion Media Reality am 7. Juni 2007 hat sie sich in den tschechischen Wettervorhersagekanal ČT 2 eingehackt und Bilder einer Atomexplosion in die Liveübertragung einer Panoramalandschaft eingespeist. Der Sender hat daraufhin Anklage wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses” und „Verbreitung falscher Informationen” erhoben. In zwei darauffolgenden Verfahren wurde die Künstlergruppe von der Anklage freigesprochen. Zeitgleich erhielt Ztohoven für Media Reality den Preis für junge Künstler NG 333 der Prager Nationalgalerie, der 2007 zum ersten Mal verliehen wurde. (Mehr Informationen)

 

 

 

21.02.2009 - 29.03.2009
Kunst und Recht I: CAT.
Monstration

Vortrag von Maxim Neroda (CAT) Sonntag, 22. März 2009, 17h

Die Künstlergruppe CAT (Contemporary Art Terrorism) aus Novosibirsk stellt durch ihre Aktionen im öffentlichen Raum Situationen her, die die Absurdität politischer Machtmechanismen bloßlegen. Unvorbereitete Passanten werden in den Entstehungsprozess einer kritischen künstlerischen Aussage einbezogen. Anlässlich ihrer Mai-Monstration, ein Gegenpart zur klassischen Mai-Demonstration, kamen individuelle Plakate mit bewusst unpolitischen, vielmehr poetisch-unsinnmachenden Plakaten zum Einsatz. Hierfür wurden die Künstler zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Ausstellung Monstration zeigt Videoarbeiten und dokumentiert die öffentliche Reaktion in Form von legalen Dokumenten und Presseberichten.
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29.11.2008 - 04.01.2009
Kuratoren aus Ost- und Mitteleuropa III:

Mari Laanemets
Hier wäre das Leben leicht

Hier wäre das Leben leicht umkreist Fragen des Designs, der Konstruktion von Oberflächen, die uns im Alltag umgeben: von Textilien zu Text, von Straßen und Städten. Es ist die Intention der Ausstellung zu untersuchen, wie diese formalen Konstruktionen unser Verhalten strukturieren, wie sie unserem Leben ein Schema, ein Programm geben, und wie sich Ideologien in Formen manifestieren.

Zu sehen sind Werke von Kadi Estland, Anton Koovit, Sirje Runge, Killu Sukmit, Tere Recarens und Florian Wüst. (mehr)

 

 

 

24.10.2008 - 16.11.2008
Kuratoren aus Ost- und Mitteleuropa II:

Elena Sorokina
Subjective Events, Sometimes Recorded

Kuratorische Workshop: 24. Okt, 18h
Führung durch die Ausstellung: Sonntag, 2. November 2008, 15h

Umgangssprachlich umfasst der Begriff „Ereignis“ zwei verschiedene Bedeutungen: einmal ein Ereignis, das Grenzen übertritt, oder eines, das sie im Gegenteil bekräftigt. Das eine ist destruktiv, das andere restriktiv; das eine ähnelt dem Chaos einer Revolution, das andere gleicht einer peinlich genau ausgeführten Zeremonie mit einem strikten Regelwerk. Die Arbeiten in der Ausstellung konzentrieren sich auf die zweite Bedeutung: Sie kommentieren zeitgenössische Rituale oder ein besonderes Interesse an sozialen Codes, die oftmals in Krisenzeiten wiederbelebt werden. Die KünstlerInnen untersuchen, wie sich sogenannte „wendige Persönlichkeiten“ auf Vorgänge mit spezifischen und hauptsächlich selbstauferlegten Regeln einlassen, indem sie Beispiele heutiger ritueller Verhaltensweisen aufnehmen, inszenieren oder nachspielen. (mehr)

 

 

 

30.08.2008 - 28.09.2008
Kunst und Naturwissenschaft III
Reiner Maria Matysik - Failed Organisms

Künstlergespräch: Sonntag 31. August 2008, 17h
Führung durch die Ausstellung: Sonntag, 28. September 2008, 15h

Der Berliner Künstler Reiner Maria Matysik beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit Konzeptionen zukünftiger Lebewesen und hat in den letzten Jahren an der Schnittstelle zwischen Kunst und Biologie ein eigenes System postevolutionärer Lebensformen entwickelt. In seinen Installationen, Videos, Aktionen und Publikationen spielt der von Matysik geprägte Begriff "Biologische Plastik" eine wesentliche Rolle. (mehr)

 

 

 

30.05.2008 - 29.06.2008
Kunst und Naturwissenschaft II
Marcus Ahlers - Transposed Nodes


Künstlergespräch: Samstag, 14. Juni 2008, 17h
Führung durch die Ausstellung: Sonntag, 29. Juni 2008, 15h

Marcus Ahlers (*1974) Arbeiten sind an der Grenze zwischen bildender Kunst und Naturwissenschaft angesiedelt. Sie erforschen die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt auf vielfältigen Ebenen, von der molekularen über die soziale hin zur globalen. Einerseits untersuchen sie visuelle Metaphern für den menschlichen Körper in seiner Umgebung, indem sie auf den sozialen und den architektonischen Raum verweisen. Andererseits dienen sie als Gefäße für elektro-chemische Reaktionen. (mehr)

 

 

 

29.03.2008 - 04.05.2008
Kunst und Naturwissenschaft I
Dmitrij Bulatov - Senses Alert


Künstlergespräch: 29. März 2008, 17h, anschließend Workshop
Führung durch die Ausstellung: 27. April 2008,
15h

Die Gegenwartskunst hat sich bereits vor langer Zeit von einem ausschließlich anthropozentrischen Standpunkt abgewandt. Sie beschäftigt sich augenblicklich im Bereich der Science Art auch mit ökologischen Phänomenen und untersucht die Existenzgrundlage neu entstehender Lebensformen: Sie verbindet Kunst mit Naturwissenschaft. Der Kaliningrader Künstler Dmitrij Bulatov betrachtet die zeitgenössische Kunstszene als besonderen, geradezu laborhaften Aggregatzustand lebender Materie. Ausgehend von seinen eigenen künstlerischen Erfahrungen nimmt er Untersuchungen dieser Sphäre vor, erforscht ihre Energetik und ihre räumlichen Vektoren. In der Verknüpfung seiner wissenschaftlichen Forschungen mit seiner künstlerischen Praxis inszeniert Bulatov eine aktive evolutionäre Dramaturgie „postbiologischer“ Formen, deren paradoxe Entwicklungsmöglichkeiten unsere Vorstellung von der uns umgebenden Welt komplett verändern können. (mehr)

 

 

 

26.01.2008 - 2.03.2008
Kuratoren aus Ost- und Mitteleuropa I

Denisa Kera und Pavel Sedlak
Cosmoplitics - Neue Medienkunst aus der Tschechischen Republik

Kuratorinnengespräch u. Worshop mit Denisa Kera (Curating New Media) 27.01.08, 17h
Künstlergespräch 01. Februar 08, 20h
Führung durch die Ausstellung 2. März 08, 15h

Die tschechische Medienkunstszene hat sich im internationalen Kontext erst recht spät entwickelt, doch in den vergangenen Jahren ist es den KünstlerInnen gelungen, vermeintliche Nachteile in tatsächliche Vorteile zu verwandeln. Da Videokunst und andere Trends der internationalen Kunstszene der 1980er und 90er Jahre an den tschechischen Akademien kaum vertreten sind, haben junge KünstlerInnen die Möglichkeit, frei zu experimentieren. Daher ist ihre Beziehung zu verschiedenen Traditionen, Trends und Technologien oftmals sehr promisk. (mehr)

In Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum, Berlin, C2C und SCART

 

23.11.07 - 6.01.08
Kunst und Text III
Prinzenallee: ein Stück ohne Dialoge von Birgit Szepanski

Kunstgespräch: Sonntag, 6. Januar 2008, 17h

Die Berliner Künstlerin Birgit Szepanski entwirft in ihren Installationen mit Text und Bild eine eigene Ästhetik des urbanen Raums. Der Ausstellungsraum selbst – Wand, Boden, Fenster und Tür – ist dabei stets Bestandteil der Arbeit. Auf der Grundlage des Spazierengehens als künstlerische Produktionsform hat die Künstlerin in den vergangenen Jahren für ihre Ausstellungsprojekte im In- und Ausland Gedanken, Worte, Bilder bestimmter Orte gesammelt. Architektonische sowie bibliophile Aspekte begegnen sich dabei in Künstlerbüchern, Fotografien, Filmen und Hörstücken. (mehr)

 

 

 

28.09.07 - 28.10.2007
Kunst und Text II
Christian de Lutz - Ekphrasis

Christian de Lutz hat seit seinem Umzug nach Europa 1994 als Fotograf und Bildender Künstler gearbeitet, nachdem er sich Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre in New York mit Malerei und Video auseinandergesetzt hat. Dabei ist im Laufe der Jahre ein umfangreiches Fotoarchiv entstanden, aus dem de Lutz für den Entwurf seiner aktuellen Bilder schöpft und welches er stetig weiterentwickelt. Die ursprünglich analogen Fotografien bearbeitet er mit digitalen Bildprogrammen, nimmt dabei Bildinformationen weg und fügt neue hinzu. (mehr)

 

 

 

31.08. - 23.09.07
Kunst und Text I
Farkhondeh Shahroudi

Art Laboratory Berlin freut sich, als erste Ausstellung der Serie Kunst und Text eine Einzelausstellung der Künstlerin Farkhondeh Shahroudi mit Buchkunst, Zeichnungen und digitalen Werken zu zeigen.

Farkhondeh Shahroudi wurde 1962 in Teheran geboren und lebt seit 1990 in Deutschland. Als Künstlerin arbeitet sie mit zahlreichen Medien: Skulptur, Zeichnung, Malerei, Fotografie, Video und Computer; als Dichterin schreibt sie auf Farsi und auf Deutsch. Ihre Werke fungieren nach ihren eigenen Worten als Hyperlink zwischen visuellen und literarischen Techniken, zwischen Tradition und Technologie.
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30.06.- 22.07.07
Kunst und Musik III

Viktor Alimpiev: Two Songs

Viktor Alimpiev, der mit der Arbeit Summer Lightings auf der 4. Berlin Biennale in der Ehemaligen Jüdischen Mädchenschule vertreten war, verbindet in seinen Videoarbeiten unterschiedliche künstlerische Gattungen: Elemente der bildenden Kunst, der Musik, des Theaters und des Tanzes fließen in seine filmischen Arbeiten ein. Er bedient sich vorrangig des menschlichen Körpers und hat sich in seinen jüngsten Arbeiten auf den bewussten Einsatz des Singens und des Sprechens konzentriert.

Art Laboratory Berlin zeigt die zwei Videoarbeiten Wie heisst dieser Platz?, 2006, und My Breath, 2007, des Moskauer Künstlers Viktor Alimpiev, in denen durch das Medium Film komplexe Bezugssysteme zwischen Sprache, Gesang und körperlicher Bewegung visualisiert werden. Dabei spielt der Begriff der Skulptur eine zentrale Rolle... (mehr)

 

 

 

25.05.-17.6.07
Kunst und Musik II

3-ROOM-CONFERENCE. Eine Live-Performance mit Ausstellung des Berliner Tiefenrauschorchesters

Die Live-Performance 3-Room-Conference wurde vom Berliner Tiefenrauschorchester speziell für die Galerieräume von Art Laboratory Berlin konzipiert. In Verbindung mit seinem Gemälde Inbetween (2001) und dem Film Cloud-Pieces (2005) wird Leo Königsberg unter Verwendung seines Space-Cellos eine multimediale Klangcollage erzeugen. Diese audiovisuelle Inszenierung wird mit einem Live Act von Christian Glass durch die Verwendung elektronischer Akustik weiterentwickelt. Die Tanz-Performance von janusz de woyciechowski, der sich auf seinen 16mm-Film Titania (1970) bezieht, greift diese Elemente auf und setzt sie in körperliche Bewegung um. (mehr)

 

 

 

30.03.-20.05.07
Kunst und Musik I

Die Künstlergruppe PG - Videoarbeiten


Die Moskauer Künstlergruppe PG wurde 1998 (2000) gegründet. Derzeit besteht sie aus Ilja Falkovskij, Alexej Katalkin und Boris Spiridonov. „PG“ ist ein Wortspiel, das je nach Bedarf unterschiedlich interpretiert werden kann, z.B. als „Hydrant“, „Handgranate“ oder „Kriminelle Bande“. Die Aktivitäten der Gruppe sind multifunktional. Sie gibt ein eigenes Magazin heraus, veröffentlicht Musikalben, zeichnet Comics und macht Performances. (mehr)

 

 

 

'pre-opening' 23. Februar 2007
Filmvorführung:
Bildungscamper.
Der Blick des Patriarchen

Ein Film von Nicola Hochkeppel
DokFilm, 2004, 62 min                

Bundesdeutsche Urlaubsidylle in den 60/70er Jahren. Die neunköpfige Familie Hubert J. Wagner aus Köln gefangen zwischen Camperromantik und dem humanistischen Bildungs-anspruch des gehobenen Bürgertums. Der katholische Steuerberater Wagner duldet keine Abweichung von seinen penibel geplanten Pilgerfahrten. Der Dokumentarfilm Bildungscamper. Der Blick des Patriarchen zeigt anhand der familiären Schmalfilm-Chronik (1965 – 1975) auch ein Stück deutsche Sozialgeschichte im florierenden Wohlfahrtsstaat. (mehr)

 
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