Nächste Ausstellung:

[micro]biologies I: the bacterial sublime
Anna Dumitriu


Anna Dumitriu - Communicating Bacteria

Vernissage: 26. September 2014, 20 Uhr
Laufzeit: 27. September– 30. November 2014
Öffnungszeiten: Fr-So, 14-18 Uhr (und nach Vereinbarung)

Künstleringespräch 28. September 2014,
15 Uhr
Workshop mit Anna Dumitriu: 30. November

Die dritte Ausstellung wird in Form einer Soloausstellung die britische Künstlerin Anna Dumitriu vorstellen, die sich in ihren Arbeiten im Bereich Kunst und Naturwissenschaft sowohl historischen Narrativen und avantgardistischen biomedizinischen Forschungsfragen widmet als auch mit großem Interesse ethischen Aspekte thematisiert.

Dumitriu ist sehr bekannt geworden durch ihre Arbeiten "The VRSA Dress" und "The MRSA Quilt", die beide aus dem sogenannten 'Superbazillus' gemacht wurden. Für diese Arbeiten hat Dumitriu Bakterien auf Textilien wachsen lassen und benutzte dann natürliche und klinische Antibiotika, um mit diesen Muster entstehen zu lassen (vor der Ausstellung selbstverständlich sterilisiert).

Die Ausstellung wird auch Arbeiten ihrer Serie "Romantic Disease" zeigen, welche die Geschichte der Krankheit Tuberkulose (TB) aus künstlerischer, sozialer sowie wissenschaftlicher Perspektive untersucht. Dabei werden literarische Bezüge zu TB und Aspekte des Aberglaubens hinsichtlich der Krankheit beleuchtet, aber auch die Entwicklung der Antibiotika und jüngste Forschungsergebnisse über die Erbgut-Entschlüsselung von Mykobakterien zur Debatte gestellt.
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Ermöglicht durch die:


Medienpartner:


 

ab Januar 2015: [micro]biologies II: πρωτεο / proteo - Joanna Hoffmann

 


letzte Ausstellungen:

[macro]biologies II: organisms
Suzanne Anker
Brandon Ballengée
Maja Smrekar


Von links nach rechts: Suzanne Anker, Maja Smrekar, Brandon Ballengée

Vernissage: 30. Mai 2014, 20 Uhr
Laufzeit: 31. Mai – 20. Juli 2014
Öffnungszeiten: Fr-So, 14-18 Uhr (und nach Vereinbarung)
Am 27.06. bis 21 Uhr geöffnet.

1. Juni, 15 Uhr
- Künstler- und Kuratorengespräch (alle Künstler sind anwesend)
Freitag, 27. Juni, 18:30 Uhr - Integrating Nature's elegant solutions into the design process - ein Vortrag von Dr. Prateep Beed, Mitbegründer von Biomimicry Germany e.V. (auf englisch)
Sonntag, 6. Juli, 15 Uhr - Rundgang durch die Ausstellung mit den Kuratoren und den ALB-Mitarbeiterinnen
Samstag, 19. Juli, 14-16 Uhr - Kinder-Workshop mit Desiree Förster im Rahmen der Ausstellung (auf deutsch)
Sonntag, 20. Juli, 15 Uhr
- Künstleringespräch mit Maja Smrekar. Anschl. Finissage

In der zweiten Ausstellung [macro]biologies II: organisms der Reihe [macro]biologies & [micro]biologies richtet sich unser Blick auf künstlerische Projekte, die sich mit konkreten Organismen auseinander setzen. Dabei geht es um die Beziehungen dieser Organismen zu uns, sowie ihre Rolle als Akteure in einem übergeordneten Sinne. Die Ausstellung legt den Schwerpunkt auf Arbeiten von drei bemerkenswerten KünstlerInnen, die sich mit mehrzelligen Organismen beschäftigen: Suzanne Anker (US), Brandon Ballengée (US) und Maja Smrekar (SI).

Suzanne Anker
Die amerikanische Künstlerin und Theoretikerin Suzanne Anker ist seit mehreren Jahrzehnten eine der Schlüsselfiguren für die produktive ästhetische Grenze von Kunst und Biologie. Ihre Arbeiten verbinden wissenschaftliche Untersuchungen und neueste Technologien mit einer bemerkenswerten Ästhetik.

Bei Art Laboratory Berlin zeigt Anker verschiedene Werkgruppen:
Die zum ersten Mal 2009 realisierte Installation Astroculture (Shelf Life) besteht aus drei Pflanzen-Kammern, in die LED-Panele eingebaut wurden. Durch das blau-rote spezifische Pflanzenlicht erscheinen alle Pflanzen - Erbsen- und Bohnen, Oregano und Minze - braun. Diese Arbeit manifestiert die Möglichkeit des Anbaus von Kräutern in jedem vom Licht beraubten Umraum.

Remote Sensing ist eine Serie von Arbeiten, die durch Rapid-Prototyping-Technologie hergestellt wurde. Ein dreidimensional arbeitendes Software-Programm übersetzt dabei das Bild in ein Objekt. Die erzeugte Skulptur erinnert an Landschaften, die mittels einer Fernerkundung aufgezeichnet wurden.

In Vanitas (in a Petri dish) reflektiert Anker das Konzept von Vanitas durch den Einsatz einer Petrischale, die dem Laboralltag entnommen ist, und die hier vom Objekt der Wissenschaft zu einem Objekt der Kunst wird.

Mehr Information: http://www.suzanneanker.com/

Brandon Ballengée
Der amerikanische Künstler Brandon Ballengée verfolgt im Sinne einer nachhaltigen Form des Artistic Research sein Metier als Bildender Künstler im Bereich Bioart und als Biologe im Bereich Herpetologie.

Bei Art Laboratory Berlin zeigt er Malamp UK eine Videodokumentation seines Projektes Malamp Reliquaries, an dem Ballengée in verschiedenen Formaten seit 2001 bis heute arbeitet. Dabei geht es um Untersuchungen des potenziell unnatürlich hohen Auftretens morphologischer Deformitäten unter wild lebenden Amphibien-Populationen.

Die Ausstellung präsentiert auch dwei weitere Arbeiten von Ballengée, die im Laufe seiner künstlerischen sowie wissenschaftlichen Recherche der letzten Jahre entstanden sind. Die Videoprojektion Requiem pour Flocons de Neige Bléssés (A Requiem for Injured Snowflakes) zeigt Fotografien deformierter Frösche und Kaulquappen von Ballengées Forschung, die in Süd-Quebec zusammen getragen wurden. Jedes Bild entspricht einem Tier, das aufgrund seiner Fehlbildung gestorben ist - die Zerbrechlichkeit des Lebens ist in dieser Arbeit manifestiert.

Danse Macabre hat Ballengée als limitierte Edition im Kontext einer Fundraising Aktion zur Rettung der vom Aussterben bedrohten Feuersalamander in Holland produziert. Die Arbeit ist ein hervorragendes Beispiel für seine Arbeitsweise, die zum einen eine starke ästhetische Lösung darstellt und zum anderen den üblichen Vorgang des "staining & clearing" in der Forschungspraxis sichtbar macht.

Die Videoinstallation The Cry of Silent Forms mit acht auf dem Boden arrangierten Monitoren vermittelt den Besuchern einen einmaligen mikroskopischen Blick in das Leben unter Wasser. Alle Aufnahmen sind im Labor bei Forschungsarbeiten entstanden, die natürliche Stresssituationen bei Amphibien untersuchen (Feinde, Parasiten, etc.).

Mehr Information: http://brandonballengee.com

Maja Smrekar
Die junge Künstlerin Maja Smrekar aus Ljubljana, Slowenien, arbeitet an der Schnittstelle von Geistes- und Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Lebenskonzepte.

2012 schuf Smrekar zusammen mit Wissenschaftlern von der Abteilung für Frischwasser und Ökosysteme des Biogischen Instituts in Ljubljana, Slowenien, die komplexe Installation Crustacea deleatur (eine Aksioma-Produktion). Sie basiert auf einer interdisziplinären Studie der Künstlerin und untersucht das Problem invasiver Spezies am Beispiel europäischer (einheimischer) und außereuropäischer (tropischer und invasiver) Krebsarten. Die Installation zeigt einen raumgroßen Behälter, der ein zweiteiliges Aquarium umfasst. In einem Teil werden die lokalen slowenischen Krebsen und im anderen die australischen Rote-Klauen-Krebse (Cherax quadricarinatus), die sich im Laufe der letzten Jahre im südslowenischen Topla-See ausgebreitet haben, platziert. Beide Teile waren durch eine Leiter miteinander verbunden und ermöglichten Austausch und Konfrontation.

Für die Ausstellung bei Art Laboratory Berlin hat Smrekar ihr Projekt weiterentwickelt und präsentiert die Installation Crustacea deleatur in veränderter Form als BioBASE: risky ZOOgraphies mit dem Schwerpunkt auf Marmorkrebse (Procambarus fallax forma virginalis). Diese - davon sechs im linken Aquarium zu sehen - sind asexuell ausgeprägt; ein Phänomen, das man Pathenogenesis nennt, dabei erfolgt Wachstum und Entwicklung des Embryos ohne Befruchtung. Im anderen Aquarium sind männliche Krebse einer verwandten Art zu sehen - Procambarus clarkii. Seit Frühling 2013 besteht ein intensiver Austausch zwischen Smrekar und Prof. Dr. Scholtz vom Institut für Biologie (Humboldt-Universität zu Berlin), einem der führenden Spezialisten für Marmorkrebse weltweit.

Mehr Information:http://www.biobase.si/
http://majasmrekar.org/crustacea-deleatur

https://crustaceadeleatur.wordpress.com

Kuratoren: Regine Rapp & Christian de Lutz

Kooperationspartner: degewo, fotoscout, Genossenschaft PA58, Aksioma - Institute for Contemporary Art, Ljubljana Vergleichende Zoologie

Mit freundlicher Unterstützung von:


Besonderer Dank an Michael Schröder für seine großzügige Unterstützung.

Mediapartner:

Besonderer Dank an Prof. Dr. Sabine Flach

 



[macro]biologies I: the biosphere
Katya Gardea Browne
The Center for PostNatural History
Mathias Kessler
Alexandra Regan Toland


(l) Katya Gardea Browne, Torre, Panoramico Solotepec/ Paisaje, Maiz y Periferia, Mexico, 2014, photograph
(r) Alexandra Regan Toland, Wishgarden Series, Flooded Harvest, Watershed map made with floodwater mud
on Cobblers' Bridge, Ljubljana, public performance for MOTA Museum of Transitory Art, 2010


Vernissage: Freitag, 7. März 2014, 20 Uhr
Laufzeit: 8. März – 4. Mai 2014 (geschl. 18. – 20. April)
Öffnungszeiten: Fr-So, 14-18h (und nach Vereinbarung)
Künstleringespräch mit Katya Gardea Browne: 30. März 2014, 15 Uhr
Kuratorenführung und Finissage - 4. Mai 2014, 16 Uhr

Anstatt eines einheitlichen Konzepts der Existenz von “Welt” oder “Natur” sehen wir uns heutzutage im postanthropozentrischen Zeitalter vielmehr von einer Vielzahl von Strukturen und einer Verwischung von Grenzen konfrontiert. Diese Ausstellung ist der Auftakt unserer diesjährigen Ausstellungsreihe [macro]biologies und [micro]biologies, die aktuelle internationale künstlerische Positionen in diesem Bereich vorstellt.

Die Ausstellung [macro]biologies I: the biosphere präsentiert vier wichtige internationale Positionen, die sich auf bemerkenswerte Weise mit den Strukturen und Systemen unserer Welt auseinander setzen. Dabei stehen Ökosysteme und die Biosphäre mit Milliarden von Wesen im Zentrum, die mit anderen Systemen ko-agieren (z.B. mit Geologie oder Klima).


Ausstellungsstandort (1): Ausstellungsräume ALB, Prinzenallee 34:

Die in Mexiko-Stadt arbeitende Künstlerin Katya Gardea Browne hat sich auf die Bereiche Fotografie, Film, Video und Objektkunst spezialisiert. Ihre Arbeiten beruhen meist auf langen, prozessartigen Beobachtungen von Natur und Zivilisation an soziopolitischen Grenzgebieten, zum Beispiel zur Megacity Mexiko D.F. Für die Ausstellung hat die Künstlerin drei neue Videoarbeiten produziert und thematisiert verschiedene bedrohte Ökosysteme: Xochimilco (2014, 7:45 min., Großprojektion, hinterer Raum) zeigt eine meditative Fahrt über die Wasserstraßen im gleichnamigen Stadtteil der mexikanischen Hauptstadt.Das Video Panoramas (2014, 8:03 min., kleiner Monitor, hinterer Raum) kann als Hommage an die mexikanische Landschaft verstanden werden, sowohl an die rurale als auch die urbane. Die Fahrt raus aus Mexiko-Stadt durch Ebenen und über Berge hat Gardea Berowne verdichtet durch den Stopp-Motion Effekt, dessen Aneinanderreihung unzähliger Fotografien ein interessantes Staccato ergibt

Das Video Maís (2014, 16:14 min., vorderer Ausstellungsraum) thematisiert den Maisanbau und -verwendung in Mexiko. Gardea Browne war für die Videoaufnahmen an verschiedenen Orten Mexikos. Es sind Aufnahmen in Quetzalan (Puebla), Solotepec (Estado de Mexico) und Huamantla (Tlaxcala) entstanden.In der Vitrine (im vorderen Raum) hat die Künstlerin verschiedene Objekte arrangiert, welche die Themen der Videoarbeiten aufgreifen, darunter Bücher und Postkarten von Xochimilco; auch Artefakte, die mit der Fruchtbarkeit des Bodens in Verbindung stehen.
Mehr zu Künstlerinsgespräch mit Katya Gardea Browne (30. März, 2014)


(l) Center for PostNatural History, Postnatural Organisms of the European Union, Waag Society, Amsterdam 2012
(r) Mathias Kessler, Jarrells Cemetary, N37° 53.96' W81° 34.71'. Eunice Mountain, West Virginia, Austrian Culture Insitute, NYC, 2013

Das Center for PostNatural History (CPNH), mit Hauptsitz in Pittsburgh, USA, versteht sich als Kunst- und Wissenschaftsprojekt und bezieht sich auf Lebensformen, die durch den Menschen bewusst manipuliert worden sind, wie z.B. Zähmung, Züchtung oder Genmanipulation (Direktor: Richard Pell, Learning Science Advisor: Lauren Allen, Designer: Mason Juday). Art Laboratory Berlin zeigt in dieser Ausstellung die Arbeit PostNatural Organisms of the European Union, die speziell Europa gewidmet ist: Bewusst im Modus des Zeigens und Vermittelns eines Museums gehalten, spielt die Installation mit den Ausstellungsfenstern auf das Phänomen des Repräsentierens ausgewählter Biofakte an.

Ausstellungsstandort (2): Theatersaal, Prinzenallee 58:

Der in New York arbeitende Künstler Mathias Kessler beschäftigt sich unter anderem mit dem Phänomen landschaftlicher Veränderungen durch den menschlichen Eingriff. Für die Berliner Ausstellung stellt er im Außen- und Innenraum gegensätzliche Phänomene und Bildprogramme vor: Im Außenraum (angefangen auf der Prinzenallee, über die Hofeinfahrt bis zum 2. Hinterhof der Prinzenallee 58) hat er Naturaufnahmen aus den Everglades (Florida) angebracht; die computer-bearbeiteten Aufnahmen zeigen romantisch verklärte Sonnenuntergänge und verweisen dabei auf das idealisierte Bild von Natur, das vom Menschen konstruiert wurde. Im Innenraum (Theatersaal, PA 58) geht es dagegen um radikale Formen der Natur, um die Landabtragung durch Energiegewinnung. Mithilfe von Luftaufnah-men hat Mathias Kessler ein Kohlebergwerks in den Appalachian Mountains (US) dokumentiert.

Die in Berlin arbeitende Künstlerin und Ökologin Alexandra Regan Toland arbeitet auf vielfältige Weise für die Schaffung eines sozialen Bewusstseins über urbane ökologische Systeme. Als Wissenschaftlerin der Bodenkunde untersucht sie die Belastbarkeit der urbanen Flora; in ihren künstlerischen Arbeiten verbindet sie das soziale Bewusstsein urbaner Natur mit Aktionen in einzelnen Stadtteilbereichen. Für die Ausstellung wird sie kartographische Dokumente und den Staub der Stadt verwenden, sowie Schuhprofile auf die Abdrücke der Bodenversiegelung als auch die weiten Gehwege auf poröse Oberflächen untersuchen.

Mehr Informationen und Bilder


Regine Rapp & Christian de Lutz (Kuratoren)

 

Kooperationspartner: degewo, fotoscout, Genossenschaft PA58

Mit freundlicher Unterstützung von:

Besonderer Dank an Michael Schröder für seine großzügige Unterstützung.

Medienpartner:




Das diesjährige Programm im Überblick:

 

 

 

Art Laboratory Berlin Projekte 2009-2014 als .pdf
Art Laboratory Berlin Projekte 2007-2008 als .pdf

 

 


bisherige Ausstellungen:

 

1.6.2013 -21.7.2013

Synaesthesia / 4:
Translating, Correcting, Archiving
Eva-Maria Bolz, Ditte Lyngkær Pedersen, Andy Holtin

Konferenz „Synaesthesia. Discussing a Phenomenon in the Arts, Humanities and (Neuro-)science“ 5 & 6 Juli 2013, Theater Glaskasten, Prinzenallee 33, Mehr Informationen

Synaesthesia/ 4: Translating, Correcting, Archiving präsentiert die Arbeiten von Ditte Lyngkær Pedersen (DK), Eva-Maria Bolz (D) und Andy Holtin (USA). Die Ausstellung widmet sich ausgewählten künstlerischen Strategien zur Dekodierung des Phänomens der Synästhesie. Es ist bezeichnend, dass alle drei Künstler unterschiedliche Formen der synästhetischen Wahrnehmung erleben.

In ihrem Projekt Why Is Green a Red Word? präsentiert Ditte Lyngkær Pedersen Interviews mit Synästhetikern und Wissenschaftlern, des weiteren werden konzeptuelle Videoarbeiten wie What the Hell does Purgatory Look Like? gezeigt. Eine Serie von Zeichnungen visualisiert die räumliche Vorstellung von Zahlen unterschiedlicher Synästhetiker. Zur Ausstellungseröffnung erscheint das Künstlerbuch Why Is Green a Red Word? von Ditte Lyngkær Pedersen

Die Berliner Künstlerin Eva-Maria Bolz, die eine graphemische und lexikalische Synästhesie empfindet, widmet sich der Erforschung der Beziehung von Farbe, Text und Wahrnehmung. Das Projekt Der Innere Monitor, das Eva-Maria Bolz bei Art Laboratory Berlin präsentiert, folgt ihrer subjektiven Wahrnehmung, dass Farben und Buchstaben einen bestimmten Code bilden, durch den ein Text in Farbstreifen übersetzt werden kann. Jeder Buchstabe entspricht dabei einem bestimmten Farbton. Indem die Künstlerin gezielt Texte verwendet, die intensive Farbbeschreibungen enthalten, wie etwa Oscar Wildes Die Rose und die Nachtigall, macht sie den Text durch die Augen eines Synästhetikers erlebbar.

Andy Holtin verfügt über eine graphemisch-synästhetische Wahrnehmung, verbunden mit einer bestimmten Farb-Nummer-Assoziation. In seinem Video Corrections (2009) sieht man, wie eine Hand verschiedene Zahlen auf Fotografien von Hinweistafeln und Namensschildern durch Kolorierung erweitert. In Seinem Video Connections (2013) untersucht der Künstler die Schwierigkeit, der er begegnet, wenn Objekte eine bestimmte Farbe haben und diese sich mit der farblich wahrgenommenen Nummer treffen. Entsprechend seiner synästhetischen Wahrnehmung empfindet Holtin das als Verknüpfung.
(Mehr Informationen)

 

 

 

23.3.2013 - 12.5.2013
Synaesthesia / 3:
History of the Senses
Carl Rowe & Simon Davenport
Sergio Maltagliati & Pietro Grossi


Performances: 22.3.2013, 19 Uhr; 23.03.2013, 14 Uhr & 19 Uhr ; 24.03.2013, 14 Uhr & 19 Uhr

Die Ausstellung setzt sich mit dem Phänomen der Synästhesie unter kunstgeschichtlichen Gesichtspunkten auseinander. Der Rückbezug auf unterschiedliche Bewegungen in der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts verleiht der Reihe der insgesamt vier Synästhesie-Ausstellungen bei Art Laboratory Berlin eine historische Komponente.

Die britischen Künstler Simon Davenport und Carl Rowe arbeiten gegenwärtig an einer Reihe von künstlerischen Projekten, die den Bereich des Performativen mit Untersuchungen zur Kulturgeschichte der Sinne kombiniert. Das für Art Laboratory Berlin entworfene Projekt A Banquet for Ultra Bankruptcy stützt sich auf das Manifest Marinettis als Ausgangspunkt für eine Performancereihe mit anschließender Ausstellung. Das übergreifende Thema der Synästhesie bietet eine wissenschaftliche Grundlage für die Erforschung von Ästhetik, Politik und Partizipation sowie Reaktion der Teilnehmer dar. A Banquet for Ultra Bankruptcy sieht fünf Performances für sechs Gäste mit Publikum vor. Im Laufe eines Sechs-Gänge-Menüs werden ausgewählte Lebensmittel mit Bildern, Tönen und Düften kombiniert.

Die Arbeit Circus 8 (1986/ 2008) von Sergio Maltagliati & Pietro Gross besteht aus acht Stücken, welche die Musik aus einer einfachen Klangzelle automatisch generiert. Maltagliati hat mit Software-Programmen Grossis Prinzip erweitert und damit visuelle graphische Variationen hinzugefügt. Die durch den Computer generierten Visualisierungsmuster entsprechen einer graphischen Partitur einer Klangkomposition. Die Arbeit Circus 8 wird der Synästhesie-Ausstellungsreihe bei Art Laboratoy Berlin nicht nur eine kunst- und musikhistorische Dimension verleihen, sie bringt auch eine wesentliche neue Komponente in die Diskussion hinein: Es geht um eine Form der digitalen Synästhesie.
(Mehr informationen)

 

 

26.1.2013-10.3.2013

Synaesthesia / 2: Space and Perception
Madi Boyd
Carrie C Firman

Künstleringespräch mit Madi Boyd am 10.3.2012 um 15 Uhr.

Die Erforschung der Parameter Raum und Wahrnehmung steht im Zentrum der zweiten Ausstellung der Synaesthesia-Reihe bei Art Laboratory Berlin. Synästhesie, die Erfahrung zweier oder mehrerer Sinneseindrücke zur selben Zeit, ist sowohl als künstlerisches Paradigma als auch als neurologisches Phänomen zu verstehen. Zwei Installationen von Madi Boyd und Carrie C Firman setzen sich mit der Beziehung zwischen Perzeption und Erfahrung von Geist und Körper aus einer synästhetischen Perspektive auseinander.

Madi Boyd ist Synästhetikerin aus Großbritannien, deren Arbeiten sich auf Wahrnehmung und Neurowissenschaften konzentriert. In Kooperation mit den Naturwissenschaftlern, Dr. Mark Lythgoe und Dr. Beau Lotto (University College London), kombiniert sie Installationen mit Film und Skulptur. Ihr aktuelles Projekt The Point of Perception untersucht, wie viel Information das menschliche Gehirn benötigt, um zu verstehen was es sieht.

Die US-amerikanische, ebenfalls synästhetisch begabte Künstlerin Carrie C Firman setzt sich mit den Schnittstellen unterschiedlicher Sinneseindrücke auseinander. Für sie stellt Synästhesie nicht nur ein Phänomen sinnlicher Wahrnehmung dar, sondern eröffnet auch eine fantastische Welt des Interface mit neuen einzigartigen Dimensionen.
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27.10.2012 - 16.12.2012

Synaesthesia / 1: The Orange Smell of November
Barbara Ryan
Annette Stahmer


28. Oktober 2012, 16 Uhr - Artist Talk und Workshop mit Barbara Ryan
16. Dezember 2012, 15 Uhr - Artist Talk mit Annette Stahmer

Im Rahmen der neuen Serie Synästhesie möchte Art Laboratory Berlin die erste Ausstellung The Orange Smell of November mit aktuellen Arbeiten von Barbara Ryan and Annette Stahmer vorstellen.

Die Wahrnehmung der britischen Künstlerin Barbara Ryan ist geprägt von ihrer polymodalen Synästhesie, die sie wiederum für ihre künstlerischen Projekte nutzt. Sie empfindet ihre Form der Synästhesie als etwas, das sich in ihrem „Parallel-Bewusstsein abspielt – im Gegensatz zu etwas, das sich im Unterbewussten befindet – und eine Dualität des Sehens erzeugt“

Die Arbeiten der Berliner Typografin und Künstlerin Annette Stahmer kreisen um das Thema Sprache, die Beziehung von Stimme und Schrift, den Akt des Schreibens, Palimpseste und Synästhesie. Die beiden ausgestellten Videos A ist blau und Synästhetische Bilder I - IV zeigen die Mutter der Künstlerin, eine Synästhetikerin, die Vokale mit bestimmten Farben verbindet.
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1.9.2012 - 14.10.2012
Time & Technology

Embodiment of Time.
Yasuhiro Sakamoto mit Iñigo Giner Miranda
Dave Hebb


Vernissage: 31. August 2012, 20 Uhr


Im Rahmen der aktuellen Ausstellungsserie Time & Technology zeigt die Ausstellung Embodiment of Time neuen Arbeiten von Yasuhiro Sakamoto mit Iñigo Giner Miranda und von Dave Hebb. Der japanische Künstler und Wissenschaftler Yasuhiro Sakamoto und der spanische Komponist Iñigo Giner Miranda haben die Installation Sichtbarer Kanon. Streichquartett ohne Streicher für vier Lautsprecher und eine Kunstmaschine, im vorderen Raum zu sehen, für diese Ausstellung entwickelt. Die Klangskulptur überträgt am Beispiel zeitgenössischer und klassischer Musik komplexe Zeitstrukturen in ein akustisch visuelles Modell.

Der Videoarbeit Monitor von dem US-amerikanische Künstler Dave Hebb ist eine Video- und Fotodokumentation einer räumlichen Intervention, die sich über ein Jahr erstreckt. Hebb stellte dafür einen Computermonitor in die freie Natur und nahm über das gesamte Jahr hinweg mehrmals wöchentlich die Veränderungen der Umgebung mit der Fotokamera auf. Seine Arbeit wird auf alten Rechnern abgespielt und auf alten Monitoren gezeigt und ist von sich aus instabil, ein bekanntes Problem der alternden Technologie. Selbstreferentiell ist die Arbeit insofern, als der Monitor ein Teil des Displays ist und ebenso Subjekt der Arbeit selbst ist; letzteres ist besonders im medienarchäologischen Sinne zu verstehen.
(Mehr Informationen)



 

24.03.2012 - 29.04.2012
Time & Technology


Fantastic Time Machines
Shlomit Lehavi
Sam Belinfante & Simon Lewandowski

Vernissage: 23. März 2012, 20 Uhr
Künstlergespräch mit Shlomit Lehavi: 30. April, 20 Uhr

Die Ausstellung Fantastic Time Machines zeigt neuen Arbeiten von Shlomit Lehavi und Sam Belinfante & Simon Lewandowski. Die beiden Beiträge setzen sich mit dem Phänomen des zeitlichen Verlaufs, mit dem Synchronen, dem Simultanen sowie mit dem Nacheinander auseinander. Hierbei entwickeln die Künstler besondere Formen imaginärer Zeitmaschinen.

Die britischen Künstler Sam Belinfante und Simon Lewandowski haben speziell für diese Ausstellung die Installation The Reversing Machine (A Theatre of Kairos and Chronos) angefertigt. In ihrer Videoinstallation Time Sifter erforscht die aus Israel stammende und in New York lebende Künstlerin Shlomit Lehavi das kollektive Gedächtnis, das kollektive Vergessen und das zeitbasierte Medium Video als aktuelle Zeitmaschine.
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27.01.2012 - 11.03.2012
Time & Technology

plan b (Sophia New & Daniel Belasco Rogers) Navigating the Everyday


Vernissage: 27. Januar 2012, 20 Uhr

Das Ausstellungsprojekt Navigating the Everyday präsentiert Arbeiten von plan b, des britischen Künstlerpaars Daniel Belasco Rogers und Sophia New, und stellt ihre erste Einzelausstellung in Deutschland dar. Rogers und New haben seit 2003, bzw. 2007 ihre täglichen Gänge per GPS aufgezeichnet, sämtliche Bereiche ihrer digitalen Kommunikation (so beispielsweise mobile Textnachrichten) ausgewertet und künstlerisch verarbeitet. Ihre Arbeiten entsprechen einer künstlerischen Recherche mittels der digitalen Archivierung ihrer Bewegungen.

Mit den Jahren wurde diese Praxis zu einem Teil des Alltags, einer Form privater und persönlicher Überwachung, bei der die Künstler ihre eigenen Daten generieren. Dies spiegelt das Vorgehen anderer privater und öffentlicher Agenturen wider, die alle verfügbare Daten sammeln.
(Mehr Informationen)

 

 

25.11.2011 - 15.01.2012
Time & Technology

Gretta Louw: Controlling_Connectivity
Performance and exhibition

Online performance: 2-12 November, 2011

http://controllingconnectivity.tumblr.com/


Vernissage: 25. November 2011, 20 Uhr

14. Januar 2012, 15:30 Uhr: Tour durch die Ausstellung und Künstlergespräch mit Gretta Louw, plan b (Sophia New & Daniel Belasco Rogers), und Igor Štromajer; Leitung: Regine Rapp & Christian de Lutz (Kuratoren)

Das Ausstellungsprojekt Controlling_Connectivity der australischen Künstlerin Gretta Louw ist eine Reflexion über die Nutzung neuester digitaler Kommunikationsformen. Ihre Online-Performance (2.-12. November 2011) stellt die Grundlage für die Ausstellung dar, in der sie Filmmaterial, Fotografien sowie eine Installation gezeigt hat. Zehn Tage lang war die Künstlerin 24 Stunden täglich für Diskussionen, Emails, Kommentare oder Interviews - so-wohl private als auch professionelle Bereiche betreffend - für Internetnutzer verfügbar.
(Mehr Informationen)

Künstlerbuch: Controlling_Connectivity. Art, Psychology, and the Internet von Gretta Louw

 

 

10.09.2011 - 16.10.2011
Bärbel Möllmann - VISIONS NYC - afterthoughts
Vernissage: 9. September 2011, 20 Uhr

Book Release Party - VISIONS NYC von Bärbel Möllmann: 30. September 2011, 20 Uhr

In VISIONS NYC - afterthoughts versammelt die Berliner Künstlerin und Fotografin Bärbel Möllmann ihre Portraits und Interviews mit den unterschiedlichsten Menschen in New York zu ihren individuellen Träumen und Plänen aus dem Sommer 2001 und ihre Reaktionen aus dem Sommer 2002. Zu Beginn dieses künstlerischen Projekts im Juli 2001 hatte Möllmann das Attentat auf die Twin Towers nicht ahnen können. Das eigentliche Ereignis 9/11 ist in diesem künstlerischen Projekt in Wort und Bild also nicht direkt zu sehen, es macht sich eher wie eine historische Zäsur in den Interviews und Fotos vor und nach dem 11. September bemerkbar. Vielmehr geht es hier um die einzelnen Menschen und deren jeweiliges Schicksal, was über die Fotografien und die authentischen Interviews überzeugend nahe gebracht wird. Die Arbeiten zeigen, wie sehr sich die Bewohner und die Stadt New York zwischen 2001 und 2002 verändert haben.
(mehr Informationen)

 

 

29.04.2011 - 26.06.2011
Artists in Dialog: Al Fadhil & Aissa Deebi

My Dreams Have Destroyed My Life. Some Thoughts on Pain
29. April - 26. Juni 2011, Fr - So, 14-18 Uhr und nach Vereinbarung
Vernissage: Donnerstag 28. April 2011, 20 Uhr

Round Table Al Tahrir: The Day After, 1. Mai 2011, 15 Uhr

Das Projekt My Dreams Have Destroyed My Life. Some Thoughts on Pain nahm seinen Anfang während einer gemeinsamen Künstlerresidenz der beiden Künstler 2005 in Taiwan. Beide Künstler hatten im Zusammenhang mit Konflikten in ihren Heimatländern Brüder verloren. Al Fadhil hatte zwei Brüder während der Irakkriege verloren. Einer starb im Iran-Irakkrieg, woraufhin Fadhils Vater, als Elternteil eines "Märtyrers", zu einer Audienz mit dem Diktator Saddam Hussein geladen wurde - nun in der Ausstellung dokumentiert auf einer monumentalen Fotografie.

Aissa Deebis jüngerer Bruder Nasim starb im israelischen Polizeigewahrsam im Jahre 1999. Deebis Arbeiten in der Ausstellung visualisieren seine Beziehung und die seines Bruders zur Landschaft, in welcher die beiden groß geworden sind. Eine Serie holographischer Bilder thematisiert die Wegstrecke von Deebis Zuhause nahe Haifa zur Küste, die Deebi und sein Bruder in ihrer Kindheit und Jugend oftmals gegangen sind. In dieser Installation kommt es zu einer Überlagerung von Geographie, Erinnerung und historischer Raum, die wie ein Palimpsest das Persönliche mit dem Politischen verbindet.
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22. 01.2011 - 13.3.2011
Sol LeWitt: Artist's Books

Vernissage: 21. Januar 2011, 20 Uhr
Sol LeWitt_Symposium: 19./20. Februar 2011

Der amerikanische Künstler Sol LeWitt (1928 - 2007) war prägend für die Minimal Art und gilt als einer der wichtigsten Vertreter und Mitbegründer der amerikanischen Konzeptkunst. Der englische Begriff "Conceptual Art" geht unmittelbar auf LeWitt zurück: "Die Idee selbst, auch wenn nicht in sichtbare Form gebracht, ist ebenso ein Kunstwerk, wie irgendein abgeschlossenes Produkt. Alle Zwischenstadien - erstes Gekritzel, Skizzen, Zeichnungen, misslungene Arbeiten, Modelle, Studien, Gedanken, Gespräche - sind von Interesse. Die, die den gedanklichen Prozess des Künstlers anzeigen, sind manchmal interessanter als das Endergebnis." (Paragraphs, Artforum, Juni 1967)

Die intensive Buchproduktion von Sol LeWitt, auf die diese Ausstellung mit der Präsentation all' seiner 75 Künstlerbücher fokusiert, erweist sich als äußerst vielfältig: Verschiedene Aufmachungen und Formate treten in unterschiedlichen Techniken sowie variierender Materialästhetik in Erscheinung: von der Farblithografie zum Offset-Druck in schwarz-weiß, vom kleinen Oktavheft hin zum leporelloartigen Faltblatt. Schließlich war das Phänomen der Reproduzierbarkeit Teil des Konzepts: "Da ja Kunst ein Vehikel für die Übertragung von Ideen in Form ist, so bestätigt die Reproduktion der Form dieses Konzepts wiederum. Es ist die Idee, die reproduziert wird." (Ebd.).
(Mehr informationen)

 

 

30.10.2010 - 28.11.2010
Stardust Boogie Woogie
Tania Antoshina, Mo Foster, Marcela Iriarte, Christian de Lutz, Jane Mulfinger, Bob & Roberta Smith, Jessica Voorsanger
Kuratiert von Francesca Piovano

Vernissage: 29. Oktober 2010, ab 20h
Ausstellungslaufzeit: 30.10.2010 - 28.11.2010, Fr-So 14-18 Uhr u.n.V.
Finissage: 26. November 2010, ab 20h

Veranstaltung: 30. November 2010, Lesung mit Mo Foster, East of Eden International Bookstore, Schreinerstr. 10, 10247 Berlin-Friedrichshain - www.east-of-eden.de

Als Andy Warhol erklärte, dass in Zukunft jeder Mensch für 15 Minuten berühmt sein werde, hatte er wahrscheinlich gar nicht geahnt, wie wahr sich dies noch erweisen sollte. Heutzutage kann wirklich jeder, der in irgendeiner Weise Unterhaltung produziert, eine ‚berühmte Persönlichkeit' werden. Dann setzen Massenmedien und Popkultur alles daran, dass diese ‚Berühmtheiten' als Spektakel konsumiert werden. Um das Thema des Starkults sowie der modernen Helden zu erforschen und diese in einen vielfältigen internationalen Zusammenhang zu stellen, bringt die Ausstellung Stardust Boogie Woogie sieben Künstler aus verschiedenen Ländern und Kontexten zusammen. Ihre Arbeiten handeln vom Begriff des Starkults und seinem dazugehörigen Lebensstil (Jessica Voorsanger, Jane Mulfinger, Marcela Iriarte), vom sozialistischen Personenkult (Christian de Lutz, Tania Antoshina) und von der Popkultur (Bob & Roberta Smith, Mo Foster)
(mehr Information)

 

 

28.8.2010 - 26.09.2010
Artists in Dialog

Alex Toland und Myriel Milicevic - Wunschgarten: Wild Urban Offshoots

Vernissage: 27. August 2010, 20h
Workshop: 4. September, 2010, 14-18h

Die Ausstellung Wunschgarten: Wild Urban Offshoots stellt ein Ko-Projekt der Künstlerinnen Alex Toland und Myriel Milicevic vor und ist Teil der Ausstelllungsreihe Artists in Dialog. Beide arbeiten an der Schnittstelle von Kunst und Umweltwissenschaften. Sie haben die unmittelbare Umgebung um Art Laboratory Berlin herum (den Soldiner Kiez) als Ort gewählt, um die Wechselbeziehungen zwischen der ansässigen menschlichen Population und der urbanen Flora und Fauna zu untersuchen. Der Ausstellungsraum fungiert als Labor, um zu kartieren, zeichnen, modellieren und Prototypen zu erstellen. Der Wunschgarten versteht sich als eine Serie von Dialogen: zwischen den Künstlerinnen und den lokalen AnwohnerInnen, zwischen der StadtbewohnerInnen und der Natur sowie zwischen Stadtplanung und urbaner Wildnis. Toland betrachtet das Projekt als ‚Habitat Hacking', und Milicevic erklärt es als eine ‚Neuordnung artenübergreifender Lebenswelten'.

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29.05.2010 - 27.06.2010
Artists in Dialog

2-1/4-n/2 x 21/4-n/2
Heidi Hove & Jens Axel Beck

Vernissage: Freitag 28. Mai 2010, 20Uhr
Performance/ work in progress (öffentlich): 31. Mai- 3. Juni, 14-18Uhr
Artist Talk: Samstag 12. Juni, 2010, 18Uhr

Die Ausstellung 2-1/4-n/2 x 21/4-n/2 ist Teil der neuen Ausstellungsreihe Artists in Dialog und zeigt Arbeiten der dänischen KonzeptkünstlerInnen Heidi Hove and Jens Axel Beck. Beide sind interdisziplinär arbeitende KünstlerInnen, deren künstlerische Praxis sich zum einen in Form von Objekten und Installationen zeigt, zum anderen realisieren sie auch architektonische, ortsbezogene und soziale Interventionen. Ihre künstlerischen Positionen überschneiden sich in einem bestimmten Bereich - sie lenken die Aufmerksamkeit stark auf den Alltagsbereich, auf öffentliche sowie private Orte, an denen wir uns täglich aufhalten. Die Arbeiten von Hove und Beck untersuchen, wie wir uns organisieren und uns durch das moderne Leben navigieren. Mittels einfacher und vielfältiger Manipulationen werden das Alltägliche und das Wiedererkennbare ihres vertrauten Zustands enthoben.
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24.04.2010 - 22.05.2010
OFF FENCE.
Kunst an der kalifornisch mexikanischen Grenze

Michelle Chong Katya Gardea Browne Ed Gomez Luis G. Hernandez Camilo Ontiveros.

Vernissage: Freitag, 23. April 2010, 20 Uhr
Artist Talk mit Michelle Chong: So. 25. April 2010, 16 Uhr

Das Ausstellungsprojekt OFF FENCE. Kunst an der kalifornisch mexikanischen Grenze versteht sich als eine künstlerische Plattform mit fünf Positionen, die sich mit dem kulturellen Overflow, den Überschneidungen und Spannungen in der Grenzregion zwischen Südkalifornien und Nordwest-Mexiko sowie formal ästhetischen Kriterien der Grenze als solcher auseinander setzen. Die KünstlerInnen kommen aus Los Angeles und Mexiko-Stadt.
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Azin Feizabadi, aus Repititions-Revolutions -Rituals

  28.11.2009 - 07.02.2010
Kunst und Recht IV

Creative Rights. On Appropriation, Copyright and Copyleft

Azin Feizabadi, Gilbert & George, Christian de Lutz, Triple Candie
Die Creative Rights-Bibliothek mit Dokumenten über Shepard Fairey vs. AP, Richard Prince vs. Patrick Cariou, Creative Commons, The Fair Use Projekt, Piratpartiet, u.a.

Vernissage 27. November 2009, ab 20h

Workshop, 28.November 2009, 15h
"Urheberrecht und verwandte Themen für Künstler, Musiker, Filmemacher und andere kreative Bereiche" mit Rechtsanwalt Andreas Lichtenhahn

Creative Rights. On Appropriation, Copyright and Copyleft untersucht die Verwendung, Weiterverwendung und den Missbrauch von Bildern und Informationen in der Gegenwartskunst aus künstlerischer, legaler, politischer und philosophischer Perspektive.

Seit den späten 1970er Jahren ist die Aneignung von Bildern und Informationen bei KünstlerInnen wie Sherrie Levine und Richard Prince und vielen anderen eine übliche und anerkannte Praxis und Teil einer postmodernistischen kritischen Annäherung. Diese Strategie geht zurück auf Pop Art, den Nouveau Réalisme und hat Vorläufer in der Dada-Bewegung und der kubistischen Collage. In den letzten Jahren kam es in diesem Zusammenhang zu zahlreichen ethischen, ästhetischen und rechtlichen Kontroversen, wie die Rechtsfälle von Jeff Koons, Richard Prince oder Shepard Fairey zeigen. Das Ausstellungsprojekt Creative Rights präsentiert sich in drei Teilen: die Ausstellung mit vier künstlerischen Positionen, die Creative-Rights-Bibliothek mit ausführlichem Material zu den vorgestellten Arbeiten und anderen aktuellen Rechtsfällen und ein Workshop zum Thema "Copyright".

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02.10.2009 - 15.11.2009
Kunst und Recht III:

Seized -Critical Art Ensemble
& Institute for Applied Autonomy

Vernissage: 2. Oktober 2009, 20h
Artist Talk: 4. Oktober 2009, 16h
FilmScreening: Strange Culture, 2. November 2009, 19:30 Uhr (siehe Veranstaltung)

Die Ausstellung Seized (Beschlagnahmt) von Critical Art Ensemble (CAE) und dem Institute for Applied Autonomy (IAA) ist die dritte Ausstellung im Rahmen der Ausstellungsserie Kunst und Recht. Die Ausstellung dokumentiert die FBI-Razzia im Haus des CAE-Mitglieds Steve Kurtz im Mai 2004, die sich kurz nach dem Tod seiner Frau Hope ereignete. In den Wochen vor der Razzia waren Steve und Hope Kurtz mit den Vorbereitungen einer künstlerischen Arbeit über genmanipulierte Lebensmittel für die Ausstellung The Interventionists: Art in the Social Sphere im Museum Mass MoCA beschäftigt gewesen. Ein Mitarbeiter der Feuerwehr, die auf Kurtz' Notruf hin eintraf, beurteilte das Vorbereitungsmaterial für die Ausstellung in ihrem Haus als verdächtig und verständigte das FBI. Im Zuge der Razzia sperrten dessen Beamte in Schutzanzügen einen halben Block um das Haus ab und verursachten eine enorme mediale Aufmerksamkeit. (mehr Informationen)

 

 

Photo copyright 2009 by Michael J. Mulley

 

 

 

 

 

30.05.2009 - 28.06.2009
Kunst und Recht II
Ztohoven
. Media Reality

Filmscreening: On Media Reality
von Vladimir Turner am 29. Mai, 20h30

Die Prager Künstlergruppe Ztohoven hinterfragt in ihren Arbeiten, meist Interventionen im öffentlichen Raum, die Glaubwürdigkeit der Massenmedien und der Werbung. In ihrer Aktion Media Reality am 7. Juni 2007 hat sie sich in den tschechischen Wettervorhersagekanal ČT 2 eingehackt und Bilder einer Atomexplosion in die Liveübertragung einer Panoramalandschaft eingespeist. Der Sender hat daraufhin Anklage wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses” und „Verbreitung falscher Informationen” erhoben. In zwei darauffolgenden Verfahren wurde die Künstlergruppe von der Anklage freigesprochen. Zeitgleich erhielt Ztohoven für Media Reality den Preis für junge Künstler NG 333 der Prager Nationalgalerie, der 2007 zum ersten Mal verliehen wurde. (Mehr Informationen)

 

 

 

21.02.2009 - 29.03.2009
Kunst und Recht I: CAT.
Monstration

Vortrag von Maxim Neroda (CAT) Sonntag, 22. März 2009, 17h

Die Künstlergruppe CAT (Contemporary Art Terrorism) aus Novosibirsk stellt durch ihre Aktionen im öffentlichen Raum Situationen her, die die Absurdität politischer Machtmechanismen bloßlegen. Unvorbereitete Passanten werden in den Entstehungsprozess einer kritischen künstlerischen Aussage einbezogen. Anlässlich ihrer Mai-Monstration, ein Gegenpart zur klassischen Mai-Demonstration, kamen individuelle Plakate mit bewusst unpolitischen, vielmehr poetisch-unsinnmachenden Plakaten zum Einsatz. Hierfür wurden die Künstler zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Ausstellung Monstration zeigt Videoarbeiten und dokumentiert die öffentliche Reaktion in Form von legalen Dokumenten und Presseberichten.
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29.11.2008 - 04.01.2009
Kuratoren aus Ost- und Mitteleuropa III:

Mari Laanemets
Hier wäre das Leben leicht

Hier wäre das Leben leicht umkreist Fragen des Designs, der Konstruktion von Oberflächen, die uns im Alltag umgeben: von Textilien zu Text, von Straßen und Städten. Es ist die Intention der Ausstellung zu untersuchen, wie diese formalen Konstruktionen unser Verhalten strukturieren, wie sie unserem Leben ein Schema, ein Programm geben, und wie sich Ideologien in Formen manifestieren.

Zu sehen sind Werke von Kadi Estland, Anton Koovit, Sirje Runge, Killu Sukmit, Tere Recarens und Florian Wüst. (mehr)

 

 

 

24.10.2008 - 16.11.2008
Kuratoren aus Ost- und Mitteleuropa II:

Elena Sorokina
Subjective Events, Sometimes Recorded

Kuratorische Workshop: 24. Okt, 18h
Führung durch die Ausstellung: Sonntag, 2. November 2008, 15h

Umgangssprachlich umfasst der Begriff „Ereignis“ zwei verschiedene Bedeutungen: einmal ein Ereignis, das Grenzen übertritt, oder eines, das sie im Gegenteil bekräftigt. Das eine ist destruktiv, das andere restriktiv; das eine ähnelt dem Chaos einer Revolution, das andere gleicht einer peinlich genau ausgeführten Zeremonie mit einem strikten Regelwerk. Die Arbeiten in der Ausstellung konzentrieren sich auf die zweite Bedeutung: Sie kommentieren zeitgenössische Rituale oder ein besonderes Interesse an sozialen Codes, die oftmals in Krisenzeiten wiederbelebt werden. Die KünstlerInnen untersuchen, wie sich sogenannte „wendige Persönlichkeiten“ auf Vorgänge mit spezifischen und hauptsächlich selbstauferlegten Regeln einlassen, indem sie Beispiele heutiger ritueller Verhaltensweisen aufnehmen, inszenieren oder nachspielen. (mehr)

 

 

 

30.08.2008 - 28.09.2008
Kunst und Naturwissenschaft III

Reiner Maria Matysik - Failed Organisms

Künstlergespräch: Sonntag 31. August 2008, 17h
Führung durch die Ausstellung: Sonntag, 28. September 2008, 15h

Der Berliner Künstler Reiner Maria Matysik beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit Konzeptionen zukünftiger Lebewesen und hat in den letzten Jahren an der Schnittstelle zwischen Kunst und Biologie ein eigenes System postevolutionärer Lebensformen entwickelt. In seinen Installationen, Videos, Aktionen und Publikationen spielt der von Matysik geprägte Begriff "Biologische Plastik" eine wesentliche Rolle. (mehr)

 

 

 

30.05.2008 - 29.06.2008
Kunst und Naturwissenschaft II

Marcus Ahlers - Transposed Nodes


Künstlergespräch: Samstag, 14. Juni 2008, 17h
Führung durch die Ausstellung: Sonntag, 29. Juni 2008, 15h

Marcus Ahlers (*1974) Arbeiten sind an der Grenze zwischen bildender Kunst und Naturwissenschaft angesiedelt. Sie erforschen die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt auf vielfältigen Ebenen, von der molekularen über die soziale hin zur globalen. Einerseits untersuchen sie visuelle Metaphern für den menschlichen Körper in seiner Umgebung, indem sie auf den sozialen und den architektonischen Raum verweisen. Andererseits dienen sie als Gefäße für elektro-chemische Reaktionen. (mehr)

 

 

 

29.03.2008 - 04.05.2008
Kunst und Naturwissenschaft I

Dmitrij Bulatov - Senses Alert


Künstlergespräch: 29. März 2008, 17h, anschließend Workshop
Führung durch die Ausstellung: 27. April 2008,
15h

Die Gegenwartskunst hat sich bereits vor langer Zeit von einem ausschließlich anthropozentrischen Standpunkt abgewandt. Sie beschäftigt sich augenblicklich im Bereich der Science Art auch mit ökologischen Phänomenen und untersucht die Existenzgrundlage neu entstehender Lebensformen: Sie verbindet Kunst mit Naturwissenschaft. Der Kaliningrader Künstler Dmitrij Bulatov betrachtet die zeitgenössische Kunstszene als besonderen, geradezu laborhaften Aggregatzustand lebender Materie. Ausgehend von seinen eigenen künstlerischen Erfahrungen nimmt er Untersuchungen dieser Sphäre vor, erforscht ihre Energetik und ihre räumlichen Vektoren. In der Verknüpfung seiner wissenschaftlichen Forschungen mit seiner künstlerischen Praxis inszeniert Bulatov eine aktive evolutionäre Dramaturgie „postbiologischer“ Formen, deren paradoxe Entwicklungsmöglichkeiten unsere Vorstellung von der uns umgebenden Welt komplett verändern können. (mehr)

 

 

 

26.01.2008 - 2.03.2008
Kuratoren aus Ost- und Mitteleuropa I

Denisa Kera und Pavel Sedlak
Cosmoplitics - Neue Medienkunst aus der Tschechischen Republik

Kuratorinnengespräch u. Worshop mit Denisa Kera (Curating New Media) 27.01.08, 17h
Künstlergespräch 01. Februar 08, 20h
Führung durch die Ausstellung 2. März 08, 15h

Die tschechische Medienkunstszene hat sich im internationalen Kontext erst recht spät entwickelt, doch in den vergangenen Jahren ist es den KünstlerInnen gelungen, vermeintliche Nachteile in tatsächliche Vorteile zu verwandeln. Da Videokunst und andere Trends der internationalen Kunstszene der 1980er und 90er Jahre an den tschechischen Akademien kaum vertreten sind, haben junge KünstlerInnen die Möglichkeit, frei zu experimentieren. Daher ist ihre Beziehung zu verschiedenen Traditionen, Trends und Technologien oftmals sehr promisk. (mehr)

In Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum, Berlin, C2C und SCART

 

23.11.07 - 6.01.08
Kunst und Text III

Prinzenallee: ein Stück ohne Dialoge von Birgit Szepanski

Kunstgespräch: Sonntag, 6. Januar 2008, 17h

Die Berliner Künstlerin Birgit Szepanski entwirft in ihren Installationen mit Text und Bild eine eigene Ästhetik des urbanen Raums. Der Ausstellungsraum selbst – Wand, Boden, Fenster und Tür – ist dabei stets Bestandteil der Arbeit. Auf der Grundlage des Spazierengehens als künstlerische Produktionsform hat die Künstlerin in den vergangenen Jahren für ihre Ausstellungsprojekte im In- und Ausland Gedanken, Worte, Bilder bestimmter Orte gesammelt. Architektonische sowie bibliophile Aspekte begegnen sich dabei in Künstlerbüchern, Fotografien, Filmen und Hörstücken. (mehr)

 

 

 

28.09.07 - 28.10.2007
Kunst und Text II

Christian de Lutz - Ekphrasis

Christian de Lutz hat seit seinem Umzug nach Europa 1994 als Fotograf und Bildender Künstler gearbeitet, nachdem er sich Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre in New York mit Malerei und Video auseinandergesetzt hat. Dabei ist im Laufe der Jahre ein umfangreiches Fotoarchiv entstanden, aus dem de Lutz für den Entwurf seiner aktuellen Bilder schöpft und welches er stetig weiterentwickelt. Die ursprünglich analogen Fotografien bearbeitet er mit digitalen Bildprogrammen, nimmt dabei Bildinformationen weg und fügt neue hinzu. (mehr)

 

 

 

31.08. - 23.09.07
Kunst und Text I

Farkhondeh Shahroudi

Art Laboratory Berlin freut sich, als erste Ausstellung der Serie Kunst und Text eine Einzelausstellung der Künstlerin Farkhondeh Shahroudi mit Buchkunst, Zeichnungen und digitalen Werken zu zeigen.

Farkhondeh Shahroudi wurde 1962 in Teheran geboren und lebt seit 1990 in Deutschland. Als Künstlerin arbeitet sie mit zahlreichen Medien: Skulptur, Zeichnung, Malerei, Fotografie, Video und Computer; als Dichterin schreibt sie auf Farsi und auf Deutsch. Ihre Werke fungieren nach ihren eigenen Worten als Hyperlink zwischen visuellen und literarischen Techniken, zwischen Tradition und Technologie.
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30.06.- 22.07.07
Kunst und Musik III


Viktor Alimpiev: Two Songs

Viktor Alimpiev, der mit der Arbeit Summer Lightings auf der 4. Berlin Biennale in der Ehemaligen Jüdischen Mädchenschule vertreten war, verbindet in seinen Videoarbeiten unterschiedliche künstlerische Gattungen: Elemente der bildenden Kunst, der Musik, des Theaters und des Tanzes fließen in seine filmischen Arbeiten ein. Er bedient sich vorrangig des menschlichen Körpers und hat sich in seinen jüngsten Arbeiten auf den bewussten Einsatz des Singens und des Sprechens konzentriert.

Art Laboratory Berlin zeigt die zwei Videoarbeiten Wie heisst dieser Platz?, 2006, und My Breath, 2007, des Moskauer Künstlers Viktor Alimpiev, in denen durch das Medium Film komplexe Bezugssysteme zwischen Sprache, Gesang und körperlicher Bewegung visualisiert werden. Dabei spielt der Begriff der Skulptur eine zentrale Rolle... (mehr)

 

 

 

25.05.-17.6.07
Kunst und Musik II


3-ROOM-CONFERENCE. Eine Live-Performance mit Ausstellung des Berliner Tiefenrauschorchesters

Die Live-Performance 3-Room-Conference wurde vom Berliner Tiefenrauschorchester speziell für die Galerieräume von Art Laboratory Berlin konzipiert. In Verbindung mit seinem Gemälde Inbetween (2001) und dem Film Cloud-Pieces (2005) wird Leo Königsberg unter Verwendung seines Space-Cellos eine multimediale Klangcollage erzeugen. Diese audiovisuelle Inszenierung wird mit einem Live Act von Christian Glass durch die Verwendung elektronischer Akustik weiterentwickelt. Die Tanz-Performance von janusz de woyciechowski, der sich auf seinen 16mm-Film Titania (1970) bezieht, greift diese Elemente auf und setzt sie in körperliche Bewegung um. (mehr)

 

 

 

30.03.-20.05.07
Kunst und Musik I


Die Künstlergruppe PG - Videoarbeiten


Die Moskauer Künstlergruppe PG wurde 1998 (2000) gegründet. Derzeit besteht sie aus Ilja Falkovskij, Alexej Katalkin und Boris Spiridonov. „PG“ ist ein Wortspiel, das je nach Bedarf unterschiedlich interpretiert werden kann, z.B. als „Hydrant“, „Handgranate“ oder „Kriminelle Bande“. Die Aktivitäten der Gruppe sind multifunktional. Sie gibt ein eigenes Magazin heraus, veröffentlicht Musikalben, zeichnet Comics und macht Performances. (mehr)

 

 

 

'pre-opening' 23. Februar 2007
Filmvorführung:
Bildungscamper.
Der Blick des Patriarchen

Ein Film von Nicola Hochkeppel
DokFilm, 2004, 62 min                

Bundesdeutsche Urlaubsidylle in den 60/70er Jahren. Die neunköpfige Familie Hubert J. Wagner aus Köln gefangen zwischen Camperromantik und dem humanistischen Bildungs-anspruch des gehobenen Bürgertums. Der katholische Steuerberater Wagner duldet keine Abweichung von seinen penibel geplanten Pilgerfahrten. Der Dokumentarfilm Bildungscamper. Der Blick des Patriarchen zeigt anhand der familiären Schmalfilm-Chronik (1965 – 1975) auch ein Stück deutsche Sozialgeschichte im florierenden Wohlfahrtsstaat. (mehr)

 
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