Pressebeiträge über Art Laboratory Berlin
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Archiv mit Presse-Echo: (hier clicken)


Aktuelle Ausstellungen:

The Silkworm Project
Vivian Xu



Ausstellung: 01. Juni - 14. Juli 2019, Fr-So 14-18 Uhr
Vernissage: 31. Mai, 20 Uhr

Samstag, 8. Juni 2019, 15-18 Uhr: Workshop THE SILKWORM PROJECT mit Vivian Xu
@ Art Laboratory Berlin | Anmelden bei: (register@artlaboratory-berlin.org)
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Sonntag, 30. Juni 2019, 15 Uhr: Artist Talk mit Vivian Xu und Lisa Onaga (Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)
@ Art Laboratory Berlin
Mehr Informationen


Donnerstag, 4. Juli 2019: Symposium 'The Artist-Silkworm Interface: The Agricultural Treatise as Source and Scrutiny for Creating an Artist Book'
Organisiert von Lisa Onaga (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)
Sprecherinnen: Vivian Xu, Regine Rapp, Anna Grasskamp, Yubin Shen, Dagmar Schäfer.
@ Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Harnack Haus| Mehr Informationen: https://www.mpiwg-berlin.mpg.de/event/artist-silkworm-interface-agricultural-treatise-source-and-scrutiny-creating-artist-book
Anmelden bis 30. Juni bei: (event_dept3@mpiwg-berlin.mpg.de)



Vivian Xu ist Medienkünstlerin und Forscherin und lebt in Shanghai. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen biologischen und elektronischen Medien: Xu entwickelt neue Formen von Maschinenlogik, Lebensformen und sensorischen Systemen – häufig als Objekte, Installationen oder tragbare Gegenstände.

In The Silkworm Project untersucht Vivian Xu die Möglichkeiten, mit Seidenraupen eine Reihe von Hybridmaschinen zu entwerfen, mit denen man selbst organisierte 2D- und 3D-Seidenstrukturen herstellen kann. Xu möchte verstehen, inwieweit das Verhalten von Insekten als Grundlage für technologisches Design dienen kann. Zu diesem Zweck hat sie kybernetische Geräte entwickelt, die sowohl auf biologischer als auch auf computergesteuerter Logik basieren. In der Ausstellung wird eine Reihe interaktiver Maschinen aus Seidenraupen und Elektronik gezeigt. Die Künstlerin und Designerin arbeitet an der Entwicklung einer posthumanen Maschine – selbstorganisierte Seidenstrukturen, die von lebenden Seidenraupen entworfen werden.

Art Laboratory Berlin freut sich, Xus Projekte erstmals in Europa zu präsentieren

„Die Seidenmaschinen verwenden ein geschlossenes Rückkopplungssystem zwischen dem Organischen und dem Künstlichen. Dabei bilden die biologischen und die rechnergestützten Formen ein Ökosystem, das eine automatisierte Produktion demonstriert, die in ihrer Natur autonom ist“, bemerkt die Künstlerin. Durch die Erforschung der Geschichte des Rechnens und ihrer Verflechtung mit der technologischen Entwicklung der Webmaschine untersucht Vivian Xu eine kritische und künstlerische Schnittstelle zwischen der Organisation von Seide und der Organisation von Informationen.

The Silkworm Project ist das erste einer aktuellen Reihe mit dem Titel The Insect Trilogy, in der sie das Verhalten von Seidenraupen, Ameisen und Bienen untersucht, um dies bei der Gestaltung von Maschinen zu berücksichtigen. Durch die Kombination der 5000 Jahre alten Tradition der Seidenproduktion mit neuesten Technologien reflektiert Vivian Xu die Rolle des menschlichen und nichtmenschlichen, biologischen und technologischen sowie die durchlässigen Grenzen zwischen ihnen. Ihre Seidenmaschinen basieren auf einem geschlossenen Rückkopplungskreislauf, der ein autonomes Produktionssystem schafft, das sowohl organisch als auch künstlich, biologisch und rechnergestützt ist.

Die Ausstellung zeigt mehrere Prototypen und Dokumentationen früherer Experimente sowie eine neue Maschine, die mit lebenden Seidenraupen interagiert. Dieser jüngste Prototyp von The Silkworm Project, Machine III – Magnetic Spinning Machine, wurde vom Art Laboratory Berlin finanziell unterstützt.


Unsere Zusammenarbeit mit Vivian Xu dauert bereits mehr als vier Jahre. Ihr Projekt The Silkworm Project ist eng mit unseren Serien „Nonhuman Subjectivities“ (2016/17) und „Nonhuman Agents“ (2017/18) verbunden. Wir danken Vivian Xu für ihren Beitrag zu unserer Konferenz “Nonhuman Agents in Art, Culture and Theory” (Nov. 2017, Art Laboratory Berlin), die wir (zusammen mit allen anderen Konferenzbeiträgen) als Videoaufzeichnung in unserem Webarchiv veröffentlicht haben (siehe hier).

Wir freuen uns sehr, mit dem Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) zusammen zu arbeiten und Vivian Xu gemeinsam einen viermonatigen künstlerischen Forschungsaufenthalt in Berlin zu ermöglichen (Mai–August 2019). Die Ausstellung, Gespräche, ein Symposium und ein Workshop über Seidenkultur von und mit Vivian Xu werden dem Publikum viele Einblicke in das faszinierendes Langzeit-Projekt geben können.

Regine Rapp & Christian de Lutz (Kuratoren)


Pressetext als .pdf


In Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte



Nächste Veranstaltung:

Mind the Fungi: Lange Nacht der Wissenschaft @ TU Berlin



15. Juni 2019, ab 17 Uhr
Technische Universität Berlin Institut für Biotechnologie
Bioverfahrenstechnik
Ackerstraße 76, 13355 Berlin
Raum 394

Mind the fungi! - Pilze und ihr Beitrag zur Biotechnologie
Jeder kennt Champignon, Schimmel und Co. Aber Pilze können mehr als nur gut schmecken oder das Brot verderben. Schon heute werden sie genutzt um Waschmittelenzyme und Bioplastik herzustellen. Und dabei stehen wir erst am Anfang, die komplexe Biologie der Pilze zu verstehen. Tauchen Sie ein in die grazile und fragile Welt der Pilzmikrobiologie. Das Fachgebiet für Angewandte und Molekulare Mikrobiologie der TU-Berlin mit Art Laboratory Berlin gibt Ihnen einen Einblick in die moderne Molekularbiologie der Pilze. Identifizieren Sie diese anhand ihres Erbguts; entdecken Sie an modernen Mikroskopen eine für das menschliche Auge verborgene und bezaubernde Welt. Erfahren Sie, wie die Biotechnologie von heute Probleme von Morgen lösen kann.
(Mehr Informationen und Tickets)

Kooperationspartner:




Letzte Veranstaltungen:

DIY Hack the Panke

Panke Life. Microbiodiversity.
Workshop mit Sarah Hermanutz, India Mansour und Fara Peluso

26. Mai, 13-18 Uhr
Workshop auf englisch
Teilnahmegebühr: 15€/10€ (Anmeldung erforderlich)


Fotos: Art Laboratory Berlin

Dieser Workshop erforscht die Vielfalt des unsichtbaren Lebens in der Panke. Anhand eines Uferstücks der Panke in Berlin Wedding zeigen die Künstlerinnen Fara Peluso und Sarah Hermanutz und die Mikrobiologin India Mansour den Teilnehmer/innen, wie sie das mikrobielle Leben und die Ökologie einer städtischen Wasserstraße untersuchen. Der Workshop wird den Fluss und das Überflutungsgebiet als besondere Lebensräume für Mikroorganismen untersuchen, mit dem Schwerpunkt auf Wasser, Sediment und Boden entlang des Flussufers. Eigenschaften mikrobieller Gemeinschaften, Wechselwirkungen mit der Umwelt und Nährstoffkreisläufe werden diskutiert und Beispiele herausgearbeitet.

Die Teilnehmer/innen werden das Wasser im kommenden Sommer auf Anzeichen von Algenblüte testen, lebende Organismen mit Hilfe der Mikroskopie untersuchen und aus Panke-Schlamm ihre eigenen Winogradsky-Säulen bauen, die Bakterien und Algen visualisieren können. Diese zeigen sich später als reiche visuelle und biologische Gemeinschaften.

Sarah Hermanutz arbeitet als bildende Künstlerin an den Schnittstellen von Performance, Technologie und Ökologie. Ihre Skulpturen, Installationen und Performance-Experimente beschäftigen sich mit Feuchtgebieten, Amphibien und den Mysterien der sozialen Kognition. Ihre künstlerische Forschung realisiert sie in Berlin im Lacuna Lab, einem 2015 von ihr mitbegründeten Kunst- und Technologiekollektiv, und in der Abteilung für Media Arts der Bauhaus-Universität Weimar.

Dr. India Mansour erforscht die Struktur und Funktion mikrobieller Gemeinschaften in Flüssen und Böden als Post-Doc an der Freien Universität Berlin, Pflanzenökologie. Sie forscht derzeit über das Zusammenwachsen von Gemeinschaften, bei denen sie jene Dynamik untersucht, die auftritt, wenn zuvor unterschiedliche mikrobielle Gemeinschaften an einer Stelle aufeinandertreffen. Sie promovierte in Flusskunde an der Freien Universität Berlin und der Queen Mary University in London.

Die lang angelegte Forschung der Künstlerin und Designerin Fara Peluso konzentriert sich auf mögliche Verwendungen von Algen als Umweltregulator, als Quelle für nachhaltige Materialien und ästhetischer Katalysator für Biophilie. In ihrer Forschung und Praxis im Bereich des spekulativen und kritischen Designs arbeitet sie mit Biotechnologen und DIY-Wissenschaftlern zusammen, um eine Vielzahl innovativer Designs und künstlerischer Lösungen zu erzeugen.

DIY Hack the Panke ist ein Kollektiv von Künstler/innen, Wissenschaftler/innen und Kurator/innen, das das reiche historische und ökologische Erbe der Panke in Mitte, Wedding und Pankow erforscht. Wir danken Panke e.V. für ihre Mitarbeit in diesem Workshop und dem Fachbereich Kunst und Kultur Bezirksamt Mitte und dem Bezirkskulturfonds für ihre großzügige Unterstützung unseres öffentlichen Programms 2019.

Die Veranstaltung richtet sich an ein Publikum ohne Fachkenntnisse und erfolgt in Kooperation mit dem Projekt DIY Hack the Panke.

Nur begrenzte Plätze frei - bitte anmelden unter: register@artlaboratory-berlin.org


Mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kunst und Kultur Bezirksamt Mitte und des Bezirkskulturfonds:

     




(Un)Real Ecologies


Microplastics workshop with Kat Austen & Frithjof Glowinski
13./14. April 2019, 13-18 Uhr



F
otos: Art Laboratory Berlin

Plastik hat Wasser, Erde und unsere Körper durchdrungen. Es ist die neue Ikone unserer Zeit. Während des Workshops (Un)Real Ecologies: Mikroplastik werden wir das Vorhandensein von Mikroplastik im Fluss Panke nahe von Art Laboratory Berlin erforschen. Wie (ko)existieren Organismen und Mikroorganismen mit diesen von Menschen hergestellten Materialien? Wir werden die Wasserproben untersuchen, um ein neues Verständnis über das Panke-Ökosystem zu bekommen. Plastik ist gegenwärtig ein wesentlicher Teil davon - ein Mikrokosmos, der uns fragen lässt: "Was ist Natur?"

In dem Workshop werden die Teilnehmer DIY-Chemie-Methoden verwenden, um Mikroplastik von mineralischen und organischen Stoffen zu trennen, und die Herkunft der Kunststoffe, die sie finden, durch das Erstellen von Dichtesäulen entdecken. Sie erfahren auch etwas über die Ökologie des Panke River und das Citizen Science-Projekt DIY Hack the Panke.

Kat Austen ist eine Abfolge von Erfahrungen und eine Ansammlung von Bestrebungen. Sie kreiert künstlerische Projekte, die vielfältige Erkenntnisse erforschen, von Musik über verkörpertes Wissen bis hin zu DIY-Wissenschaft, und konzentriert sich auf emotionale Verbindungen zwischen dem, was wir als intern und extern betrachten. Kat ist Dozentin für Kunst und Wissenschaft an der UCL (University College London) und ist Artist in Residence an der UCL-Fakultät für Mathematik und Physikalische Wissenschaften. Frühere Aufenthalte umfassen Artist in the Arctic, NYU Shanghai Gallery und ArtOxygen. Kat war Gründungsmitglied des London Creative Network-Programms. Sie lebt in Berlin.

Frithjof Glowinski studierte Biochemie an der Universität Greifswald. Anschließend promovierte er am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin zu Infektionen mit dem Magenbakterium Helicobacter pylori. Im Mittelpunkt stand dabei das Gleichgewicht zwischen Bakterium und Mensch, sowie die langfristigen Folgen dieser Interaktion. Zur Zeit unterrichtet er Biologie und Chemie an einer Schule in der Nähe der Panke. Zusammen mit Art Laboratory Berlin und dem DIY Hack the Panke Kollektiv organisiert er dabei Workshops mit Kindern der Schule entlang der Panke.

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Projekt DIY Hack the Panke .

Nur begrenzte Plätze frei - bitte anmelden unter: register@artlaboratory-berlin.org


Mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kunst und Kultur Bezirksamt Mitte und des Bezirkskulturfonds:

     



The Work of Art in the Age of Artificial Intelligence

13. März 2019, 19:00 Uhr Talk: Are Androids the better humans?
(Auf Englisch)
Der in Tokio lebende Kurator und Kulturdiplomatieforscher Maurice Jones untersucht, wie unterschiedliche Einstellungen gegenüber AI, Robotik und Transhumanismus durch die Affinität der japanischen Gesellschaft zu Technologie, Automatisierung usw. erkundet und vertreten werden. Das Gespräch ist frei und für die Öffentlichkeit zugänglich.

14. und 15. März | The Work of Art in the Age of Artificial Intelligence (Auf Englisch)
Dieser konzeptuelle künstlerische Forschungsworkshop der Medienkunst-Kuratorin Natalia Fuchs und der Medienkünstlerin Helena Nikonole umfasst die Konzepte künstliche Intelligenz, neuronale Netzwerke als Werkzeug und forschungsbasierte kuratorische Lösung als Ansatz. Helena Nikonole zufolge ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit den potenziellen Möglichkeiten (und auch den möglichen Risiken) von Technologien wie Künstliche Intelligenz oder dem Internet der Dinge notwendig, um den Kontext der modernen technologisch und medienbestimmten Welt zu verstehen. Natalia Fuchs ist eine Medienkunst-Kuratorin, die sich mit historischen Zusammenhängen befasst, wenn sie Ausstellungen und Kunstprojekte kuratiert. Aus ihrer Sicht ist es wichtig zu sehen, wie die Wahl neuer Medien für die Künstlerin mit topologischen Räumen in der Kunstgeschichte korreliert. Mit anderen Worten, die Bezugnahme auf einen äußeren Raum ist ihre Herangehensweise an den Aufbau von Medienkunstgemeinschaften, die stabil und beständig sind. Was sich in dem „Kunstwerk im Zeitalter der künstlichen Intelligenz“ widerspiegelt, das sich zu einer globalen Plattform für Forschungsgemeinschaften für Künstler, Kuratoren und Technologiespezialisten entwickelt.

Der Workshop ist kostenlos, jedoch auf 10 Teilnehmer begrenzt. Bitte senden Sie Ihre Bewerbung inklusive Portfolio und Ihre Projektidee vor dem 2. März an aiworkshop@artypical.com. Ausgewählte Teilnehmer werden am 4. März informiert.
The Work of Art in the Age of Artificial Intelligence wird von Natalia Fuchs und der CTM in Zusammenarbeit mit dem Art Laboratory Berlin organisiert.
(Mehr Informationen)




Mind the Fungi: Update und Präsentationen
28. Februar 2019, 19:00 Uhr



Ausgebucht!

Mind the Fungi ist ein zweijähriges Gemeinschaftsprojekt zwischen der Technischen Universität Berlin und dem Art Laboratory Berlin.
Einige Projektpartner werden in kurzen Vorträgen über das bisherige Verfahren informiert: Sammeln, Kultivieren und Identifizieren der Pilze sowie Hinweise auf bevorstehende Ereignisse:
- Regine Rapp | Art Laboratory Berlin
- Prof. Dr. Vera Meyer / Institut für Biotechnologie - Angewandte und Molekulare Mikrobiologie, TU Berlin
- Bertram Schmidt | Institut für Biotechnologie - Angewandte und molekulare Mikrobiologie, TU Berlin


Kooperationspartner:






Letzte Ausstellungen:

Watery Ecologies. Artistic Research

Kat Austen | Mary Maggic | Fara Peluso


Links: Videostill von The Matter of the Soul, Kat Austen, 2018; mitte: Viva, Fara Peluso, 2016; rechts: Videostill von Open Source Estrogen, Mary Maggic, 2015

Vernissage: 19. Januar 2019, 19 Uhr
20. January - 17. März 2019

Fr-So 14-18 Uhr u.n.V.


16. März 2019, 21 Uhr: HYDRO_PERFORMANCE Night. Performances, Talks with New Cassettes and Vinyls!
Mit Kat Austen, Robertina Šebjani
č und Fara Peluso


Watery Ecologies. Artistic Research stellt drei Künstlerinnen vor, die ihre künstlerische Forschung in Biologie, Chemie und Ethnographie mit unterschiedlichen DIY-Methoden betreiben. Verschiedene Ansätze zur Hydrosphäre, der Gesamtheit des Wassers unseres Planeten, erforschen die Grundlagen allen Lebens und die Bedrohung durch den Menschen sowohl auf die Umwelt als auch auf unseren Körper.

The Matter of the Soul untersucht die Auswirkungen des Klimawandels in der kanadischen Hocharktis mittels Klangkomposition, Skulptur und Performance. Kat Austen, Künstlerin und promovierte Chemikerin, kombiniert hier wissenschaftliches Wissen, gehackte Ausrüstung und ethnographische Forschung mit einem starken ästhetischen Ansatz. Entscheidend für die Arbeit ist die gelebte Erfahrung, in einer Zeit der Eisschmelze in der Arktis zu sein. Die Kompositionen bestehen aus Feldaufzeichnungen des Säure- und Salzgehalts, die durch die arktische Eisschmelze beeinflusst werden, unter Verwendung veränderter pH- und Leitfähigkeitsmesser; sowie Proben aus Interviews mit Besuchern und Einwohnern von Baffin Island und Resolute, Kanada.

Die Arbeit von Mary Maggic beschäftigt sich mit der Existenz und Auswirkung endokriner Disruptoren im Wasser. Nicht nur Östrogen aus Antibabypillen, sondern viele Pestizide und andere Chemikalien produzieren Östrogen-ähnliche Chemikalien, die in Feuchtgebiete fließen und Trinkwasser infiltrieren. Maggics Arbeit hinterfragt kritisch unsere kulturellen Vorstellungen von Gender-Konformität zu einer Zeit, in der unsere industrielle Entwässerung die Umwelt seit über einem Jahrhundert chemisch und hormonell verändert hat. Maggics Projekte Open Source Estrogen und Estrofem! Lab erstellen DIY-Protokolle für die Extraktion und den Nachweis von Östrogenhormonen aus Körper und Umwelt. Damit verbunden sind auch kritische Fragen zu Mikro-Performability, also der Mikro-Aufführbarkeit, und zu Möglichkeiten für Sex- und Gender-Hacking.

Die lang angelegte Forschung der Künstlerin und Designerin Fara Peluso konzentriert sich auf mögliche Verwendungen von Algen als Umweltregulator, als Quelle für nachhaltige Materialien und ästhetischer Katalysator für Biophilie. Peluso schlägt eine engere Beziehung zwischen Menschen und Algen als Antwort auf unsere aktuelle Umweltkrise vor. In ihrer Forschung und Praxis im Bereich des spekulativen und kritischen Designs arbeitet sie mit Biotechnologen und DIY-Wissenschaftlern zusammen, um eine Vielzahl innovativer Designs und künstlerischer Lösungen zu erzeugen.

Regine Rapp & Christian de Lutz (Kuratoren)


Kooperationspartner:



Teil der Vorspiel Programm in Parnerschaft mit der CTM und transmediale



Berliner Gazette, publiziert am 16.03.2019, Sound der Klimakrise: Wie erlangen wir Zugang zu verborgenem Wissen über die Erderwärmung?

Clot, publiziert Jan. 2019 Exhibition: 'Watery Ecologies. Artistic Research' at ArtLaboratory Berlin





HYDRO_PERFORMANCE Night. Performances, Talks with New Cassettes and Vinyls!



Mit Kat Austen, Robertina Šebjani
č and Fara Peluso im Rahmen der Ausstellung Watery Ecologies. Artistic Research.

16: März 2019, 21 Uhr, bei Art Laboratory Berlin, Prinzenallee 34, 13359 Berlin


___TALKS

Kurze Einführung von der Kuratorin Regine Rapp in die aktuelle Ausstellung WATERY ECOLOGIES. Artistic Research und die drei künstlerischen Ansätze zum Thema Wasser.

Danach gibt Fara Peluso, eine der Künstlerinnen des Ausstellungsprojekts, einen Einblick in ihr Langzeit-Projekt über mögliche Verwendungen von Algen als Umweltregulator, Quelle für nachhaltige Materialien und ästhetischer Katalysator für Biophilie. Peluso schlägt eine engere Beziehung zwischen Menschen und Algen als Antwort auf unsere aktuelle Umweltkrise vor. In ihrer Forschung und Praxis des spekulativen und kritischen Designs arbeitet sie mit Biotechnologen und DIY-Wissenschaftlern an innovativen Design- und künstlerischen Lösungen.

Fara Peluso ist eine in Berlin ansässige Künstlerin, die an der Schnittstelle von Design, Kunst und Wissenschaft arbeitet. Durch eine spekulative Designpraxis wirft sie kritische Fragen auf, wie die Beziehungen zwischen Menschen und lebenden Organismen in einer nahen möglichen Zukunft aussehen. Nach der erfolgreichen Beseitigung des Konzepts, dass der Mensch der wichtigste lebende Organismus auf der Erde ist, möchte sie dazu beitragen, die Hierarchien zwischen uns und der Natur aufzulösen, um bewusster und partizipativer mit den ökologischen Systemen zu agieren.
http://www.farapeluso.com/site/


___PERFORMANCES

Kat Austen

The Matter of the Soul | Symphony (Performance – heute mit Panke Wasser)

The Matter of the Soul | Symphony ist eine Performance-Arbeit, die Empathie gegenüber den Folgen des Klimawandels erzeugen möchte: dem Prozess der Zerstreuung und der Transformation in der Arktis. Die Arbeit bringt Geschichten über menschliche Migration und schmelzendes Eis in der Arktis und sich ändernde Identität online und offline zusammen. Die musikalischen Kompositionen für The Matter of the Soul basieren auf Audio-Feldaufnahmen arktischer Gewässer, die mit gehackten pH- und Leitfähigkeitsmessgeräten erstellt wurden. Während dieser ganz besonderen Performance im Art Laboratory Berlin wird Austen das Globale und das Lokale zusammenweben, das Lied der Arktis sowie Live-Improvisationen mit ihren gehackten Instrumenten und das Wasser ihres nächstliegenden Flusses, der Panke in Berlin-Wedding, spielen.

Kat Austens Arbeit fragt nach den Grenzen zwischen dem, was wir als das Selbst betrachten, und den anderen. Ihre Arbeit bezieht sich auf die Neudefinition und Bereicherung unserer Beziehung zur Umwelt, mit besonderem Fokus auf den Klimawandel. Austen lebt als Künstlerin in Berlin. Sie ist Teaching Fellow an der UCL Arts and Sciences BASc. Sie war 2018 Kulturfellow in Kunst und Wissenschaft an der University of Leeds und verbrachte 2017-18 eine Arktis-Kunst-Residence bei den Freunden von SPRI / Scott Polar Research Institute, die von Bonhams und OneOcean gesponsert wurde. Sie hat in Chemie promoviert, sowohl am University College London als auch am Royal Institution of Great Britain.

http://katausten.com, http://katausten.bandcamp.com

Robertina Šebjani
č
Aquatocene_Performance

Aquatocene / The subaquatic quest for serenity untersucht das Phänomen der Lärmbelästigung durch die Menschen in den Meeren und Ozeanen. Die Klangkompositionen sind eine Mischung aus der Bioakustik des Meereslebens (Garnelen, Fische, Seeigel, usw.), der Wasserakustik und dem Auftreten von durch Menschen verursachtem Lärm in den Ozeanen und Meeren. Die Audiokompositionen der subaquatischen Klanglandschaft sollen uns anregen, über die anthropogenen Auswirkungen auf den Unterwasserlebensraum und das Meeresleben nachzudenken.


Die Arbeiten der in Ljubljana lebenden Künstlerin Robertina Šebjanič wurden international ausgestellt und zahlreich ausgezeichnet. Ihre Kunstwerke beschäftigen sich mit kulturellen, (bio)politischen und ökologischen Realitäten in aquatischen Milieus. In ihren Projekten setzt sie sich mit philosophischen Fragen an der Schnittstelle von Kunst, Technik und Wissenschaft auseinander. Sie bekam eine Anerkennung der Ars Electronica, war nominiert für STARTS2016 und für den White Aphroid Award. 2017 war sie Künstlerin der SHAPE-Plattform und hatte 2018 eine Künstlerresidenz der Ars Electronica (EMAP / EMARE).
http://robertina.net/aquatocene/




Strange Encounters with Vegetal Others
Špela Petrič


Vernissage: 21. September 2018
22. September - 25. November 2018
Fr- So, 14-18 Uhr




Die slowenische Künstlerin Špela Petrič nähert sich ihrer Kunstproduktion über die Hybrid Arts und die Biochemie, worin sie promoviert hat. Diese beiden erkenntnistheoretischen Ansätze prägen ihre Arbeit mit dem Pflanzenreich im Sinne einer zwischenartlichen Kollaboration. Sie untersucht Ontologien, Methodologien, Ethik und Praktiken der Pflege, die unserer Beziehungen mit Pflanzen zugrunde liegen. Ihre erste Einzelausstellung in Berlin wird einen Einblick in ihre Multi-Species-Projekte geben.

Das Pflanzenreich, auf das wir für unser Überleben angewiesen sind, funktioniert auf einer völlig anderen biologischen Grundlage als unsere: scheinbar untätig, buchstäblich vegetativ und ausgestattet mit vielen noch unerforschten Formen der Intelligenz. Doch die Wissenschaft offenbart eine komplizierte Welt schwer nachvollziehbarer chemischer Konversationen, zwischenartlicher Netzwerke und nicht zentralisierter Operationen, die unserer eigenen Existenz fremd sind. Mit ihrer Arbeit schlägt Petrič neuartige Formen der Kommunikation zwischen Mensch und Pflanzen, gegenseitiger Erkenntnisse und Ansätze eines möglichen Austauschs vor.
(Mehr Informationen)


Frankfurter Allgemeine Zeitung, publishes on 26/09/2018, updated on 05/10/2018 by Joachim Müller-Jung, „BioArt“ boomt : Wahrheiten, die uns nur durch Kunst bewußt werden

Labiotech.eu, published on 30/09/2018 by Clara Rodríguez Fernández, Trouble in the Soil Bed: Sex Toys for Plants




Bisherige Ausstellungen und Events: (hier clicken)


Informationen zu dem Mind the Fungi project hier

Informationen zu DIY Hack the Panke hier

Informationen zu der Serie Nonhuman Agents von 2017 hier

Informationen zu der Serie Nonhuman Subjectivities von 2016-17 hier

Informationen zu der Serie [macro]biologies & [micro]biologies von 2014-15 hier



Publikationen!

[macro]biologies & [micro]biologies. Art and the Biological Sublime in the 21st Century. Hrsg. v. Regine Rapp & Christian de Lutz, Berlin 2015.
Mehr Informationen
Presseankündigung als .pdf

Online Publikation:
Wir freuen uns sehr, mit Ihnen/ Euch unsere Online-Publikation der zweitägigen internationalen, interdisziplinären Konferenz zu teilen, die bei Art Laboratory Berlin im Sommer 2013 stattgefunden hat: Synaesthesia. Discussing a Phenomenon in the Arts, Humanities and (Neuro-)Science

Informationen über Art Laboratory Berlin:
Art Laboratory Berlin (als.PDF)

 


Wenn Sie Fragen haben, Pressematerial zu Art Laboratory Berlin oder zu einzelnen Projekten wünschen steht Ihnen unsere Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gerne zur Verfügung.


presse@artlaboratory-berlin.org

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