Pressebeiträge über Art Laboratory Berlin
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Archiv mit Presse-Echo: (hier clicken)



Diskussion Workshop und Livestream:

Mind the Fungi

MATERIAL DRIVEN DESIGN. Sculpting with Bioplastic Textile
Workshop/ Livestream mit Fara Peluso
6. Mai 2020, 18-20 Uhr

Keine Vorkenntnisse erforderlich | Workshop-Sprache: Englisch





Heute ist die Materialforschung ein zentraler Punkt in der Theorie und Praxis der Gestaltung neuer Technologien in Zusammenarbeit mit Kunst und Design. Diese Bereiche arbeiten derzeit eng zusammen und verbinden ihr Wissen und ihre Praxis, um eine neue Generation von Materialien zu entwickeln. Es geht nicht zuletzt dabei auch um spezifische Eigenschaften, um neue umweltfreundliche Materialien zu schaffen. In den letzten Jahren ist allerdings auch noch ein anderer Ansatz entstanden, bei dem die Herstellung, das Handwerk und die individuelle Herstellung neuer Materialien durch eine Form der Do It Yourself (DIY)-Biologie mit Handwerk kombiniert werden.

In diesem Mind the Fungi-Workshop wird diese neue materialbasierte Designbewegung und -methodik besprochen und es wird gelernt, wie man ein neues Material durch das Studium und die Verwendung eines lebenden Organismus wie eines Myzels baut. Die Teilnehmer*innen die Eigenschaften, Möglichkeiten und Grenzen von Materialien auf Myzelbasis untersuchen, indem sie wachsendes Material miteinander verbinden und neues Material entwickeln, Skulpturen bauen, DIY-Verpackungen zusammenbauen und Muster auf einem neuen Material aus Biofilm zeichnen und schneiden.

Aufgrund der COVID-19-Krise wurde der Workshop verschoben und wird hoffentlich noch in diesem Jahr stattfinden.

Am 6. Mai fand ein Livestream-Gespräch und Workshop mit Fara Peluso statt. Mehr Informationen.

Tag 1

Nach einer Einführung von Fara Peluso in ihre Designforschung und den Erkenntnissen der Biotechnolog*innen der TU Berlin im Rahmen des Projekts Mind the Fungi lernen die Teilnehmer*innen, wie man Myzel auf einer Flüssigkultur beimpft und einen Biofilm auf der Basis von Myzel und Algen herstellt. Die erlernten Kenntnisse und Techniken funktionieren auf DIY-Basis.

Tag 2

Nach zwei Wochen, in der die Biofilme wachsen werden, können die Teilnehmer*innen nun mit ihren neuen Biomaterialien Skulpturen zusammenbauen oder gestaltete Objekte wie Taschen kreieren. Hier wird die innovative Designpraxis es ermöglichen, das Potenzial dieser neuen Materialien, die durch materialbasiertes Design entstehen, freizusetzen.


Fara Peluso, eine in Berlin lebende Künstlerin und Designerin, hat ihr Studium in Industriedesign und Grafikdesign an der Universität Sapienza, Abteilung für Architektur, Rom, abgeschlossen. Durch spekulative Forschung verbindet ihre Arbeit den Menschen mit der Natur, lebenden Organismen und biologischen Prozessen, um eine tiefere Beziehung herzustellen. Zusammen mit Biolog*innen hat sie sich intensiv mit Algen beschäftigt, sich ständig von ihnen inspirieren lassen, experimentiert und verstanden, wie man mit ihnen in den Bereichen Kunst und Design arbeiten kann. In Zusammenarbeit mit BioArt Laboratories in Eindhoven entwickelte sie den Prototyp eines spekulativen, tragbaren Accessoires, WeaReactor, das den Photosyntheseprozess der Algen mit dem Atem der Träger*innen verbindet (ausgestellt 2017 im DDW17 in Eindhoven; 2019 bei Art Laboratory Berlin). Peluso hat dieses Wissen in den letzten 15 Monaten erweitert, indem sie als Artist-Designer-in-Residence im Projekt Mind the Fungi mit Forscher*innen des Instituts für Biotechnologie der TU Berlin an myzelbasierten Materialien arbeitete.


Mind the Fungi (2018-20) ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Institut für Biotechnologie der TU Berlin und Art Laboratory Berlin. Biotechnolog*innen und Verfahrenstechniker*innen erforschen lokale Baumpilze und Flechten (Prof. Vera Meyer/ Angewandte Molekulare Mikrobiologie; Prof. Peter Neubauer / Bioverfahrenstechnik). Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Ideen und Technologien für pilz- und flechtenbasierte Materialien für die Zukunft. Art Laboratory Berlin schlägt die Brücke zwischen Wissenschaft, Kunst, Design und Öffentlichkeit und bietet verschiedene Formate der Citizen Science an. Die Künstler- und Design-Residencies mit Fara Peluso und Theresa Schubert bringen Kunst und Design als konstruktive Ideenquellen für dieses Forschungsprojekt ein
(More information)


Mit der freundlicher Unterstützung der Technischen Universität Berlin im Rahmen des Programms Citizen Science - Forschen mit der Gesellschaft:





Diskussion Workshop und Livestream:

DIY Hack the Panke

Microplastics and Coexistence
Kat Austen und Nana MacLean

Mittwoch 22. April 2020, 17:30 - 19:00 Uhr




Was wir als unsere Umwelt betrachten, enthält eindeutig und allgegenwärtig Kunststoff. Er wurde bereits am Rande der menschlichen Reichweite gefunden: auf dem Gipfel des Mount Everest, im arktischen Eis und am Boden des Marianengrabens.

Die Koexistenz von Kunststoff mit nichtkünstlichen Entitäten in der Umwelt und mit dem Menschen ist ein aufstrebendes Forschungsgebiet, das mit Hilfe partizipativer interdisziplinärer Techniken erforscht wird. Im Workshop (Un)Real Ecologies von Nana MacLean und Kat Austen im Kontext der Gruppe DIY Hack the Panke erforschen die Teilnehmer*innen gemeinsam die Koexistenz von Mikrokunststoff mit dem Fluss Panke in Berlin Wedding. Die Workshop-Reihe Sushi-Roulette verwendet DIY-Chemie, um nach Mikrokunststoffen in Fischdärmen zu suchen.

Während Plastik die Qualität eines Ökosystems beeinträchtigen kann, ist die Verschmutzung durch Plastik auch eine Kohlenstoffsenke, die Kohlenstoff speichert und Kohlendioxid und Methan von der Atmosphäre fernhält. Aber steht diese Kohlenstoffsenke, die selbst eine Verkörperung industrieller Prozesse ist, die zur Klimakrise beitragen, in Konkurrenz oder in Ergänzung zu den Wäldern? Mit Hilfe von DIY-Wissenschaft und künstlerischer Forschung hat Kat Austen für ihr Projekt Stranger to the Trees* an einem neuen Projekt gearbeitet, das die Koexistenz von Mikrokunststoffen mit Birken erforscht.

Am Internationalen Tag der Erde diskutieren Kat Austen und Nana MacLean gemeinsam über die Koexistenz von Mikrokunststoffen in der Umwelt und darüber, was dies für die Natur und uns selbst bedeutet.
Mehr Informationen und Videodokumentation


Kat Austen ist eine Abfolge von Erfahrungen und eine Ansammlung von Bestrebungen. Sie kreiert künstlerische Projekte, die vielfältige Erkenntnisse erforschen, von Musik über verkörpertes Wissen bis hin zu DIY-Wissenschaft, und konzentriert sich auf emotionale Verbindungen zwischen dem, was wir als intern und extern betrachten. Kat ist Dozentin für Kunst und Wissenschaft an der Universität von Leeds, hält Vorlesungen über das BASC-Programm für Kunst und Wissenschaft der UCL und ist Artist in Residence an der UCL-Fakultät für Mathematik und Physikalische Wissenschaften. Frühere Aufenthalte umfassen NYU Shanghai Gallery und ArtOxygen. Kat war Gründungsmitglied des London Creative Network-Programms. Sie lebt in Berlin.

Nana MacLean studierte Biologie an der UvA Amsterdam und hat ihr Masterstudium in Molekularbiologie an der Universität Potsdam abgeschlossen. Neben ihrem Studium war sie an Projekten beteiligt, die die Grenzen zwischen disziplinären Systemen und Methoden überschritten - sowohl spekulatives Design als auch performative Kollaborationen. Als Doktorandin forscht Nana derzeit über mikrobielle Gemeinschaften in anthropogenen Landschaften und kunststoffverschmutzten Böden am GFZ Helmholtz-Zentrum Potsdam. Ihre Forschung konzentriert sich auf Plastik als biologischer Lebensraum und erforscht darüber hinaus zukünftige Ökologien und Forschungsbereiche, die Storytelling und andere einfallsreiche Methoden beinhalten. Nana lebt und arbeitet in Potsdam und Berlin.

Mit der Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europe:



Besondere Dank an Ken Rinaldo

     
Kooperationspartner:

https://plastisphere.hotglue.me


*Stranger to the Trees is realised within the framework of the European Media Art Platforms EMARE program at WRO Art Center with support of the Creative Europe Culture Programme of the European Union"




Nächste Ausstellung:

THE CAMILLE DIARIES.
New Artistic Positions on M/otherhood, Life and Care


Ai Hasegawa | Baum & Leahy | Cecilia Jonsson | Margherita Pevere | Mary Maggic
Naja Ryde Ankarfeldt
| Nicole Clouston | Sonia Levy | Špela Petrič | Tarah Rhoda





Vernissage 27. August 2020
Laufzeit: 28. August - 4. Oktober 2020

Ausstellungsorte: Art Laboratory Berlin, Prinzenallee 34 | OKK, Prinzenallee 29, 13359 Berlin

Symposium mit Künstlerinnen und Forscher_innen

Veranstaltungsprogramm: : Feminist SF: Visions of M/otherhood & Reproduction
Talkshow-Serie| Kuratiert und veranstaltet von Isabel de Sena
Mary Maggic | Christopher Coenen | Alison Sperling | Noemi Yoko Molitor

(Mehr informationen)


Mit der freunlicher Unterstützung von:




Letzte Ausstellungen:

Borderless Bacteria / Colonialist Cash


Ken Rinaldo




26. Januar - 1. März 2020, Fr-So 14-18 Uhr
Vernissage: 25. Januar 2020, 19 Uhr

Borderless Bacteria / Colonialist Cash diskutiert wichtige aktuelle Aspekte der Biopolitik. Mit der Visualisierung mikrobieller Landschaften von Banknoten eröffnet das Projekt einen Diskurs über die gegenseitigen Verbindungen von ökologischem und ökonomischem Austausch.

Dem menschlichen Mikrobiom, den Mikroorganismen, die auf und in unserem Körper leben, wurde in jüngster Zeit viel Aufmerksamkeit gewidmet. Diese Gemeinschaften existieren auch auf den meisten Oberflächen um uns herum. Wenn wir Objekte berühren, tauschen wir Bakterien, Pilze und Viren aus und hinterlassen Mikrobiota. So ist es keinesfalls überraschend, dass diejenigen Dinge, die wir am meisten berühren – Geld, nicht nur ein Medium des wirtschaftlichen, sondern auch des mikrobiellen Austauschs ist. Laut einer Studie des NYU Center for Genomics & Systems Biology wurden 3000 Arten von Bakterien auf Dollarnoten von nur einer Bank in Manhattan identifiziert.

Ken Rinaldo, ein etablierter Künstler auf dem Gebiet der Bio- und Postmedia-Art, entwickelt hybride menschlich-nichtmenschliche Ökologien. Borderless Bacteria / Colonialist Cash erforscht das versteckte Mikrobiom des Geldes in einem kritischen Bezugssystem, der auch Tauschen und Macht reflektiert. Teilen sich der chinesische Yuan und der amerikanische Dollar also Bakterien- und Pilzgemeinschaften?

Das mikro-performative Projekt ist faszinierend einfach aufgebaut: Auf angereichertem Agar sind verschiedene Scheine internationaler Währung in quadratischen Petrischalen präsentiert. Zeit spielt eine entscheidende Rolle, da eine mikrobielle Landschaft entsteht und sich im Laufe von mehreren Wochen verwirklicht.

Auf ästhetischer Ebene verliert die Ikonographie der Währung buchstäblich ihr Gesicht, da das mikrobielle Wachstum den Repräsentationsaspekt der Banknoten untergräbt. Der offizielle Charakter des Geldes wird unterlaufen. Da seine mikrobielle Natur sichtbar wird, wirkt es weit weniger repräsentativ: Ein feines Netzwerk von Myzelien bedeckt den Kopf von George Washington auf einer Dollarnote; bei einer 10-Franken-Note ist Le Corbusier aufgrund des Bakterienwachstums schon gar nicht mehr zu auszumachen.

Ken Rinaldo hatte den Wunsch geäußert, die Ausstellung ohne seine Anreise (aus den USA) zu realisieren, um die CO2-Emissionen so gering wie möglich zu halten. Das Projekt Borderless Bacteria / Colonialist Cash ist 2017 während Rinaldos Aufenthalt bei Cultivamos Cultura in Portugal entstanden. Einige Teile der Berliner Ausstellung entstanden in Zusammenarbeit mit Schülern der Gustav-Freytag-Schule in Berlin-Reinickendorf im Rahmen einer Kooperation zwischen der Schule, ALB und der Gruppe DIY Hack the Panke.
(Mehr informationen)
Regine Rapp & Christian de Lutz (Kuratoren)


Ausstellungstext als .pdf

Teil der Vorspiel Programms in Partnerschaft mit CTM und transmediale

Mit freunlicher Unterstützung von:



Danke an: Cultivamos Cultura | Marta De Menezes and Dr Luís Graça; Dr. Mario Ramirez, Molecular Microbiology
& Infection, Instituto de Medicina Molecular in Lisbon, Portugal; Prof. Amy Youngs; Dr. Adam Zaretsky.




Invisible Forces

Erich Berger    Mari Keto    Martin Howse



19. Oktober- 8. Dezember 2019, Fr- So 14-18 Uhr
Vernissage: 18. Oktober 2019, 20 Uhr

Artists Talk: 19 Oktober 2019, 17 Uhr

Local Area Network (LAN). Workshop Mit Martin Howse 13. Oktober und 10. November 2019, 11-18 Uhr

(Anmeldung erforderlich an
m@1010.co.uk )


Unser Planet besteht nicht nur aus Erde und Felsen, sondern auch aus einer Anzahl unsichtbarer Kräfte, welche die Form und Entwicklungsfähigkeit des Lebens beeinflussen und formen. Strahlung ist nicht nur ein Nebenprodukt des Atomzeitalters, sondern etwas, das in nahezu jeder Umgebung im Hintergrund existiert. In dieser Ausstellung wird die Arbeit von Erich Berger und Mari Keto zusammen mit einem Workshop und einer forensischen Ausstellung von Martin Howse präsentiert, um einen Dialog zwischen zeitgenössischer Kultur, deep time (geologischer Zeit) und Psycho-Geophysik zu eröffnen.

Erich Berger und Mari Ketos Arbeiten beschäftigen sich mit den Fragen giftiger und radioaktiver Abfälle in unserer heutigen Welt. Inheritance ist ein wertvolles Familienerbstück und besteht aus Schmuck, der radioaktiv und daher praktisch und symbolisch nicht mehr tragbar ist. Zusammen mit einem elektromechanischen Gerät zur Bestimmung der verbleibenden Radioaktivität wird der Schmuck in einem Betonbehälter aufbewahrt, der für eine lange Lebensdauer ausgelegt ist. Mit diesen Gegenständen ist folgende Geschichte verbunden: jedes Mal, wenn der Schmuck von einer Generation zur nächsten übergeben wird, entscheidet das Messritual darüber, ob der Schmuck endlich in Gebrauch genommen und sein Reichtums- und Identitätsversprechen erfüllt werden kann oder bis zur nächsten Generation aufbewahrt werden muss.

Open Care schlägt eine spekulative Zukunft vor, in der einzelne Familien Verantwortung für radioaktive Abfälle übernehmen. Das Stück enthält ein Elektroskop zur Messung der Radioaktivität, ein elektrostatisches Ladegerät und eine Speicherscheibe für eine kleine Menge nuklearen Abfalls, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Indem diese Arbeiten die enorme Zeitskala des radioaktiven Zerfalls in sinnvollere Einheiten der Lebenszeit umwandeln, eröffnen sie die Frage nach kollektiver Fürsorge und Verantwortung aus einer neuen Perspektive.

Martins Howses Werkstatt und forensisches Projekt Local Area Network (LAN) ist eine transdisziplinäre, spekulative Untersuchung lokaler Felder und Partikel sowie des energetischen Austauschs zum Hacken und Umleiten von Zirkulationen und Netzwerken auf allen gestapelten Ebenen lokaler geologischer, ökologischer und technologischer "Umwelten".

LAN greift ein in koexistierende Bereiche der algorithmischen Einheiten, der Strukturen und Infrastrukturen der Berechnung und der Kommunikation mit nichtmenschlichen Einheiten der Erde (Myzel und Mikroben).


Mit der freundlichen Unterstützung von:

   



Eröffnung 5. September 2019, 19 Uhr

Mind the Fungi.
Lokale Baumpilze als nachhaltiger Rohstoff für die Zukunft


Ort: FUTURIUM | Futurium Lab, Alexanderufer 2, 10117 Berlin
Kuratiert von Regine Rapp & Christian de Lutz, Art Laboratory Berlin

Ausstellungszeit: 5. September 2019 – 30. April 2020
Kuratorentalk mit Christian de Lutz: 7. September 2019, 15-17 Uhr
Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr, Sa, So 10 – 18 Uhr, Do: 10 – 20 Uhr, Di geschl.
Eintritt Frei




Mind the Fungi ist ein kollaboratives Forschungsprojekt zwischen dem Institut für Biotechnologie (TUB) und Art Laboratory Berlin (ALB). Es kombiniert wissenschaftliche Forschung, Citizen Science und Künstler- und Design-Residencies. Das Projekt erforscht innovative Methoden und Gebrauchsweisen von Biomaterial, das aus Baumpilzen gemacht wird. Wissenschaftler des Instituts für Biotechnologie der Technischen Universität Berlin erforschen neue Materialien aus Baumpilzen. Art Laboratory Berlin bringt in diesem Themenfeld Künstler, Designer und Wissenschaftler mit einem breiten Publikum zusammen.

Die Ausstellung zeigt, wie wir in unserem Projekt verschiedene Baumpilze aus Berlin und Brandenburg auf unterschiedlichen pflanzlichen Rohstoffen wachsen (z.B. auf Holzspänen) und Biomaterialien in verschiedenen Formen, Strukturen und Qualitäten hergestellt haben. Einige aktuelle Bespiele reichen von Myzel-Backsteinen bis hin zu veganem Leder und Designprodukten. Videos und Slide-Shows dokumentieren das Art Science-Projekt „Mind the Fungi", stellen die einzelnen Team-Mitglieder vor und geben einen tieferen Einblick in die kreative Welt eines interdisziplinären Arbeitsprozesses.
(Mehr Informationen)

Kuratiert von Regine Rapp & Christian de Lutz, Art Laboratory Berlin

Mehr hier: https://futurium.de/de/blog/eroeffnung-des-futuriums
und http://artlaboratory-berlin.org/html/de-Mind-the-Fungi.htm


Part of the program Citizen Science - Forschen mit der Gesellschaft, Technisches Universität Berlin:




Vorherige Ausstellungen:

The Silkworm Project
Vivian Xu



Ausstellung: 01. Juni - 14. Juli 2019, Fr-So 14-18 Uhr
Vernissage: 31. Mai, 20 Uhr

Samstag, 8. Juni 2019, 15-18 Uhr: Workshop THE SILKWORM PROJECT mit Vivian Xu
@ Art Laboratory Berlin | Anmelden bei: (register@artlaboratory-berlin.org)
Mehr Informationen

Sonntag, 30. Juni 2019, 15 Uhr: Artist Talk mit Vivian Xu und Lisa Onaga (Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)
@ Art Laboratory Berlin
Mehr Informationen


Donnerstag, 4. Juli 2019: Symposium 'The Artist-Silkworm Interface: The Agricultural Treatise as Source and Scrutiny for Creating an Artist Book'
Organisiert von Lisa Onaga (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)
Sprecherinnen: Vivian Xu, Regine Rapp, Anna Grasskamp, Yubin Shen, Dagmar Schäfer.
@ Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Harnack Haus| Mehr Informationen: https://www.mpiwg-berlin.mpg.de/event/artist-silkworm-interface-agricultural-treatise-source-and-scrutiny-creating-artist-book
Anmelden bis 30. Juni bei: (event_dept3@mpiwg-berlin.mpg.de)



Vivian Xu ist Medienkünstlerin und Forscherin und lebt in Shanghai. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen biologischen und elektronischen Medien: Xu entwickelt neue Formen von Maschinenlogik, Lebensformen und sensorischen Systemen – häufig als Objekte, Installationen oder tragbare Gegenstände.

In The Silkworm Project untersucht Vivian Xu die Möglichkeiten, mit Seidenraupen eine Reihe von Hybridmaschinen zu entwerfen, mit denen man selbst organisierte 2D- und 3D-Seidenstrukturen herstellen kann. Xu möchte verstehen, inwieweit das Verhalten von Insekten als Grundlage für technologisches Design dienen kann. Zu diesem Zweck hat sie kybernetische Geräte entwickelt, die sowohl auf biologischer als auch auf computergesteuerter Logik basieren. In der Ausstellung wird eine Reihe interaktiver Maschinen aus Seidenraupen und Elektronik gezeigt. Die Künstlerin und Designerin arbeitet an der Entwicklung einer posthumanen Maschine – selbstorganisierte Seidenstrukturen, die von lebenden Seidenraupen entworfen werden.

Art Laboratory Berlin freut sich, Xus Projekte erstmals in Europa zu präsentieren

„Die Seidenmaschinen verwenden ein geschlossenes Rückkopplungssystem zwischen dem Organischen und dem Künstlichen. Dabei bilden die biologischen und die rechnergestützten Formen ein Ökosystem, das eine automatisierte Produktion demonstriert, die in ihrer Natur autonom ist“, bemerkt die Künstlerin. Durch die Erforschung der Geschichte des Rechnens und ihrer Verflechtung mit der technologischen Entwicklung der Webmaschine untersucht Vivian Xu eine kritische und künstlerische Schnittstelle zwischen der Organisation von Seide und der Organisation von Informationen.

The Silkworm Project ist das erste einer aktuellen Reihe mit dem Titel The Insect Trilogy, in der sie das Verhalten von Seidenraupen, Ameisen und Bienen untersucht, um dies bei der Gestaltung von Maschinen zu berücksichtigen. Durch die Kombination der 5000 Jahre alten Tradition der Seidenproduktion mit neuesten Technologien reflektiert Vivian Xu die Rolle des menschlichen und nichtmenschlichen, biologischen und technologischen sowie die durchlässigen Grenzen zwischen ihnen. Ihre Seidenmaschinen basieren auf einem geschlossenen Rückkopplungskreislauf, der ein autonomes Produktionssystem schafft, das sowohl organisch als auch künstlich, biologisch und rechnergestützt ist.

Die Ausstellung zeigt mehrere Prototypen und Dokumentationen früherer Experimente sowie eine neue Maschine, die mit lebenden Seidenraupen interagiert. Dieser jüngste Prototyp von The Silkworm Project, Machine III – Magnetic Spinning Machine, wurde vom Art Laboratory Berlin finanziell unterstützt.


Unsere Zusammenarbeit mit Vivian Xu dauert bereits mehr als vier Jahre. Ihr Projekt The Silkworm Project ist eng mit unseren Serien „Nonhuman Subjectivities“ (2016/17) und „Nonhuman Agents“ (2017/18) verbunden. Wir danken Vivian Xu für ihren Beitrag zu unserer Konferenz “Nonhuman Agents in Art, Culture and Theory” (Nov. 2017, Art Laboratory Berlin), die wir (zusammen mit allen anderen Konferenzbeiträgen) als Videoaufzeichnung in unserem Webarchiv veröffentlicht haben (siehe hier).

Wir freuen uns sehr, mit dem Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) zusammen zu arbeiten und Vivian Xu gemeinsam einen viermonatigen künstlerischen Forschungsaufenthalt in Berlin zu ermöglichen (Mai–August 2019). Die Ausstellung, Gespräche, ein Symposium und ein Workshop über Seidenkultur von und mit Vivian Xu werden dem Publikum viele Einblicke in das faszinierendes Langzeit-Projekt geben können.

Regine Rapp & Christian de Lutz (Kuratoren)


Mehr Informationen
Pressetext als .pdf


In Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte



Vorherige Veranstaltungen:

Mind the Fungi


MATERIAL DRIVEN DESIGN. Sculpting with Bioplastic Textile
Zweitägiger Workshop mit Fara Peluso
Verlegt auf einen späteren Zeitpunkt!

14. März & 28. März 2020 | 13 - 18:30 Uhr
@ ALB, Prinzenallee 34, 13359 Berlin
Keine Vorkenntnisse erforderlich | Workshop-Sprache: Englisch
Anmeldung für beide Tage zusammen obligatorisch: register@artlaboratory-berlin.org
Freier Eintritt



Heute ist die Materialforschung ein zentraler Punkt in der Theorie und Praxis der Gestaltung neuer Technologien in Zusammenarbeit mit Kunst und Design. Diese Bereiche arbeiten derzeit eng zusammen und verbinden ihr Wissen und ihre Praxis, um eine neue Generation von Materialien zu entwickeln. Es geht nicht zuletzt dabei auch um spezifische Eigenschaften, um neue umweltfreundliche Materialien zu schaffen. In den letzten Jahren ist allerdings auch noch ein anderer Ansatz entstanden, bei dem die Herstellung, das Handwerk und die individuelle Herstellung neuer Materialien durch eine Form der Do It Yourself (DIY)-Biologie mit Handwerk kombiniert werden.

In diesem Mind the Fungi-Workshop wird diese neue materialbasierte Designbewegung und -methodik besprochen und es wird gelernt, wie man ein neues Material durch das Studium und die Verwendung eines lebenden Organismus wie eines Myzels baut. Die Teilnehmer*innen die Eigenschaften, Möglichkeiten und Grenzen von Materialien auf Myzelbasis untersuchen, indem sie wachsendes Material miteinander verbinden und neues Material entwickeln, Skulpturen bauen, DIY-Verpackungen zusammenbauen und Muster auf einem neuen Material aus Biofilm zeichnen und schneiden.

(Mehr Informationen)

Mit der freundlicher Unterstützung der Technischen Universität Berlin im Rahmen des Programms Citizen Science - Forschen mit der Gesellschaft:




Mind the Fungi

Open Lab Night
am Institut für Biotechnologie/ Bioverfahrenstechnik, TU Berlin

Ackerstr. 76, Raum Z20, Hof 3 Aufgang F, 13355 Berlin

Foto: Marcel Dostert

21. Januar 2020, 19-21.30

Das Art & Science-Projekt "Mind the Fungi" ist eine Kooperation zwischen dem Institut für Biotechnologie der TU Berlin und Art Laboratory Berlin und widmet sich der Erforschung lokaler Pilze und der aktuellen Pilzbiotechnologie. Die naturwissenschaftliche Forschung wird dabei durch künstlerische und designbasierte Forschung erweitert. Das Institut für Biotechnologie arbeitet gemeinsam mit Berliner Bürgern sowie Künstlern und Designern an der Entwicklung neuer Ideen und Technologien für pilz- und flechtenbasierte Materialien der Zukunft.
(Mehr Informationen)

Teil der Vorspiel Programm in Parnerschaft mit der CTM und transmediale

Mit der freundlicher Unterstützung der Technischen Universität Berlin im Rahmen des Programms Citizen Science - Forschen mit der Gesellschaft:






Florence Razoux: The Lumenses Project


Sonntag, 5. Januar 2020, 15h-18h

Die Künstlerin und Wissenschaftlerin Florence Razoux stellt ihr Lumenses Projekt vor, eine Reihe kreativer Interventionen, die eine neue Perspektive auf die Menstruation bieten. Razoux untersucht dabei, wie das Tabu, das die Menstruation umgibt, die Gesellschaft und insbesondere die biomedizinische Forschung beeinflusst. Die interaktive Kunst- und Wissenschaftsinstallation Bloody Holidays, die unsere Wahrnehmung der Menstruation in Frage stellt, wird der Öffentlichkeit vorgestellt und bietet die Möglichkeit, Menstruationsblut für die Herstellung der Arbeit zu spenden. Bitte setzen Sie sich mit Razoux in Verbindung, wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind: zweigeist.bln@gmail.com


Florence Razoux ist Wissenschaftlerin und Künstlerin mit einem Doktotitel in Neurowissenschaften und Biomedizintechnik. Ihre Arbeiten verbinden Wissenschaft, Kunst, Design und Technologie und wurden im Haus der Kulturen der Welt in Berlin (Gray Matters, 2017), MONOM, Berliner Zentrum für Raumklang (Sgr-A *, 2018) und zuletzt an der ETH Zürich (Waddington, 2019) präsentiert.




Symbiosis in intra-flux of the Anthropocene

Saša Spačal

Artistic research at the Rillig Group, Ecology of Plants, Institute of Biology, Free University Berlin in cooperation with Art Laboratory Berlin

29. November 2019, 7:30 PM: Project presentation: Saša Spačal in converation with Dr. India Mansour

For the month of November 2019 bio media artist Saša Spačal will provide artistic research for her new project Symbiosis in intra-flux of the Anthropocene at the Rillig Group, Ecology of Plants, Institute of Biology, FU Berlin.Towards the end of the residency Art Laboratory Berlin will host a public presentation and discussion about the topics that residency covered, together with scientists from the Rillig Group.
(More on Symbiosis in intraflux of the Anthropocene)


In cooperation with:


Supported by :



This event is supported by the Fachbereich Kunst und Kultur Bezirksamt Mitte and the Bezirkskulturfonds as part of DIY Hack the Panke

    




Local Area Network (LAN). Workshop Mit Martin Howse
13. Oktober und 10. November 2019, 11-18 Uhr



Der Open Workshop Local Area Network (LAN) ist eine kollektive, spekulative Untersuchung lokaler Felder und Partikel und des energetischen Austauschs zum Hacken und Umleiten von Energieflüssen und -netzen auf allen Ebenen lokaler geologischer, ökologischer und technologischer "Umwelten". Die Veranstaltung versteht sich als forensiche Ausstellung innerhalb des Ausstellungsprojekts "Invisible Forces" bei Art Laboratory Berlin.

LAN arbeitet vor Ort - an Standorten entlang des Flusses Panke - und im Labor, um eine fortlaufende Ausstellung mit sich ändernden Prozessen und Prototypen zu zeigen und die Schnittstelle zwischen Datenökologien und Nicht-Menschen durch Abbildung, Messung und Eingriffe in lokale und spezifische energetische Transformationen, entropische Verläufe und Grenzen von Dingen, Materialien und Kulturen zu untersuchen.

LAN untersucht und identifiziert Ausführungsorte, Orte, an denen sich energetische Transformationen mit menschlicher Infrastruktur und Agenten der Abstraktion und Logik überschneiden. Das Projekt reflektiert die koexistierenden Bereiche algorithmischer Entitäten, berührt Strukturen und Infrastrukturen der Berechnung und tritt in die Kommunikation mit den nichtmenschlichen Entitäten der Erde (Myzel, Mikroben) ein.

Zum Beispiel werden spezielle Geräte, die im Rahmen von gemeinsamen Workshops entwickelt wurden, die Beziehungen zwischen Berechnung und Zerfall untersuchen, möglicherweise das Wachstum von Flechten und anderen parasitären Pilzen / Formen auf menschlichen Infrastrukturen aufzeichnen oder verzweigte Tauformationen radioaktiver Partikel untersuchen. In Workshops und Geräten werden gleichermaßen die Zusammenhänge des Zerfalls von Partikeln und die Ausdehnung des Nuklearen / Geologischen im Inneren von Pflanzen und Körpern untersucht.

Der erste Workshop findet am 13. Oktober im Art Laboratory Berlin statt, der zweite am 10. November. Für den 2. Workshop sollten die Teilnehmer den ersten am 13. Oktober besucht haben.
Local Area Network (LAN) ist Teil der Ausstellung Invisible Forces, die am 18. Oktober bei Art Laboratory Berlin eröffnet wird.


Mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kunst und Kultur Bezirksamt Mitte und des Bezirkskulturfonds als Teil DIY Hack the Panke

     




Bisherige Ausstellungen und Events: (hier clicken)


Informationen zu dem Mind the Fungi project hier

Informationen zu DIY Hack the Panke hier

Informationen zu der Serie Nonhuman Agents von 2017 hier

Informationen zu der Serie Nonhuman Subjectivities von 2016-17 hier

Informationen zu der Serie [macro]biologies & [micro]biologies von 2014-15 hier



Publikationen!

[macro]biologies & [micro]biologies. Art and the Biological Sublime in the 21st Century. Hrsg. v. Regine Rapp & Christian de Lutz, Berlin 2015.
Mehr Informationen
Presseankündigung als .pdf

Online Publikation:
Wir freuen uns sehr, mit Ihnen/ Euch unsere Online-Publikation der zweitägigen internationalen, interdisziplinären Konferenz zu teilen, die bei Art Laboratory Berlin im Sommer 2013 stattgefunden hat: Synaesthesia. Discussing a Phenomenon in the Arts, Humanities and (Neuro-)Science

Informationen über Art Laboratory Berlin:
Art Laboratory Berlin (als.PDF)

 


Wenn Sie Fragen haben, Pressematerial zu Art Laboratory Berlin oder zu einzelnen Projekten wünschen steht Ihnen unsere Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gerne zur Verfügung.


presse@artlaboratory-berlin.org

Mit freundlicher Unterstützung von: