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PERMEABLE BODIES

Hydrofeminist Ecologies

Workshop | Mit Sarah Hermanutz, Fara Peluso, India Mansour

a laboratory vial filled with soil and green biomaterial, held by fingers

Ko-Kultur einer Probe aus dem Fluss Panke (11 Monate Inkubationszeit), gesammelt während des Workshops Wetland Ecologies. Life in Transitional Zones, Foto: Fara Peluso und India Mansour

Art Laboratory Berlin lädt ein zur neuen Veranstaltungsreihe Permeable Bodies (Mai – November 2023) mit künstlerischen und feministischen Erkundungen über Verkörperung und Identität im Wandel sowie einer Untersuchung unserer Verbindung und Interaktion mit der Umwelt um uns herum. Mit Lesegruppen, Vorträgen, Workshops und Podcasts stellen wir Narrative der Durchlässigkeit vor, um eine poetische (post)natürliche Geschichte des Frauseins im Jahr 2023 zu skizzieren. ALB freut sich, das Kunst-Design-Wissenschafts-Trio begrüßen zu dürfen, das im Kontext des Art-Science-Forschungsprojekts DIY Hack the Panke zusammenarbeitet.


Im Workshop Hydrofeminist  Ecologies setzen die Künstlerin Sarah Hermanutz, die Designerin Fara Peluso und die Biologin India Mansour ihre bestehende Zusammenarbeit über den Fluss Panke fort: Neben einer Einführung in den Ökofeminismus und den Hydrofeminismus basiert die Veranstaltung auf theoretischen wissenschaftlichen Ansätzen sowie auf gelebter künstlerischer und wissenschaftlicher Praxis. Der Workshop wird einen besonderen Fokus auf die Algenwelt der Panke legen. Dieser oft unsichtbare Teil des Ökosystems wird an den Flussufern mit ortsspezifischen phänomenologischen und meditativen Sinnesbegegnungen und Probenahmen erforscht, gefolgt von visuellen Untersuchungen unter Verwendung von Mikroskopie und DIY-Biologie-Praktiken. Wir beobachten lebende Algenproben, die im Workshop des Vorjahres gesammelt und im Labor aus Panke-Flussproben gezüchtet wurden. Praktiken der Kultivierung und des Studiums dieser Lebensformen als eine Form der Pflege und des Umweltengagements werden ebenfalls diskutiert.

Dieser Workshop verbindet Formate wie Lesegruppen, meditative Sinneserfahrungen, DIY und herkömmliche wissenschaftliche Untersuchungsmethoden sowie Diskussionen, die sowohl affirmativ als auch kritisch sind. Die Veranstaltung lädt ein zu fließenden Praktiken der Verbindung und Fürsorge zwischen und jenseits der Menschen, offen für die Laborpraxis mit Algen zu sein, die sich der Kategorisierung „lebendig“ oder „tot“ entziehen, und das Unbehagen an unvollständigen, im Entstehen begriffenen Formen des wässrigen Wissens und Seins anzunehmen.


Die Künstlerin Sarah Hermanutz arbeitet an der Schnittstelle von Performance, Technologie und Ökologie. Ihre Skulpturen, Installationen und Performance-Experimente beschäftigen sich mit Wasser, Schlamm, Feuchtgebieten und amphibischem Leben, während sie sich mit Fragen der Neurodiversität, sozialer Kognition, herausfordernde Verkörperungen und menschlichen/nicht-menschlichen Ökologien beschäftigt. Sie ist Mitbegründerin der in Berlin ansässigen Kunst-Wissenschafts-Technologie-Community Lacuna Lab (seit 2015) und der Art Science Forschungsgruppe DIY Hack the Panke (seit 2018), mit der sie Workshops, Performances und Installationen rund um die Berliner Panke entwickelt.

Die lang angelegte Forschung der Künstlerin und Designerin Fara Peluso konzentriert sich auf mögliche Verwendungen von Algen als Umweltregulator, als Quelle für nachhaltige Materialien und ästhetischer Katalysator für Biophilie. In ihrer Forschung und Praxis im Bereich des spekulativen und kritischen Designs arbeitet sie mit Biotechnologen und DIY-Wissenschaftler:innen zusammen, um eine Vielzahl innovativer Designs und künstlerischer Lösungen zu erzeugen.

India Mansour, Postdoktorandin und Dozentin an der Freien Universität Berlin (Institut für Biologie, Pflanzenökologie | Rillig Lab), erforscht, wie mikrobielle Gemeinschaften ihre Umwelt und ihre Interaktionen gestalten und von ihr geformt werden. Sie promovierte in Deutschland und Großbritannien im Bereich der Flusswissenschaften und untersuchte die mikrobielle Ökologie von Böden und Flüssen. Dabei entwickelte sie unter anderem das Konzept der Koaleszenz von Gemeinschaften: Zusammenstöße von zuvor getrennten mikrobiellen Gemeinschaften. Ihre derzeitige Forschung konzentriert sich auf Gemeinschaften in Systemen mit geschlossener Materie und offener Energie, die als mikrobielle Biosphären bekannt sind. India ist Mitglied von DIY Hack the Panke, einer interdisziplinären künstlerischen Forschungsgruppe, die den Fluss Panke erforscht.

ORT

Art Laboratory Berlin (on-site!)
Prinzenallee 34, 13359 Berlin

DatUM UND UHRZEIT

16. September 2023, 12 – 17 Uhr

ANMELDUNG UND GEBÜHR

12 EUR/ 8 EUR
Bitte hier anmelden: https://forms.gle/bz2MJzBqqor4gqFi8

PERMEABLE BODIES

Program Overview here.

KuratoRISCHES TEAM

Regine Rapp, Tuçe Erel, Christian de Lutz

MediENpartner:INNEN

UNTERSTÜTZT VON

DIY Hack the Panke

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