ART LABORATORY BERLIN BEI DER LANGEN NACHT DER WISSENSCHAFTEN (BERLIN DAHLEM)
Kollaborative Art-Science-Projekte mit dem Rillig Lab | Ökologie der Pflanzen (FU Berlin)
Art Laboratory Berlin freut sich sehr, gemeinsam mit ihren langjährigen Partner:innen des Rillig Lab | Ökologie der Pflanzen, Institut für Biologie, Freie Universität Berlin an der Langen Nacht der Wissenschaften 2026 teilzunehmen. Kommen Sie doch zu unserem Stand in die Königin-Luise-Str. 12/14, 14195 Berlin-Dahlem, am Institut für Biologie der Freien Universität Berlin (17:00 – 22:00 Uhr). Dort können Sie sich mit Publikationen und Material über unsere gemeinsamen Art-Science-Forschungsprojekte informieren und mit uns persönlich sprechen.
Das 2006 gegründete Art Laboratory Berlin (ALB) ist eine preisgekrönte, gemeinnützige Kunst- und Forschungsplattform, die sich der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie widmet. Seit mehr als einem Jahrzehnt pflegt ALB eine einzigartig produktive Partnerschaft mit Prof. Matthias Rillig und seinem Team – eine Zusammenarbeit, die auf gemeinsamer Neugierde für Bodenökologie, Biodiversität, Symbiose und die drängenden ökologischen Veränderungen unserer Zeit basiert. Aus dieser fortdauernden Beziehung ist eine bemerkenswerte Reihe von Projekten hervorgegangen.
Bereits 2019 führte die slowenische Bio-Medienkünstlerin Saša Spačal eine Künstlerresidenz am Rillig Lab durch, in der sie die Verflechtungen zwischen den Arten und die Symbiose von Mykorrhizapilzen mit Pflanzen erforschte – eine Forschung, die sie in einer zweiten Residenz im Herbst 2022 vertiefte, kuratorisch begleitet von Art Laboratory Berlin und 2023/ 24 präsentiert als Einzelausstellung TERRA XENOBIOTICA bei Art Laboratory Berlin.
Die 2018 gegründete und vom ALB mitinitiierte Kunst-Wissenschaft-Forschungsgruppe DIY Hack the Panke hat Künstler*innen, Mikrobiolog*innen und Ökolog*innen (darunter Wissenschaftler*innen der FU Berlin) zusammengebracht, um die Ökologie, das Mikrobiom und die komplexe Geschichte des Berliner Flusses Panke durch öffentliche Workshops, Spaziergänge und künstlerische Experimente zu erforschen. Diese kollektive Energie floss auch in das Netzwerk und das Festival Matter of Flux (2023), ein viertägiges Festival und eine Ausstellung, die Frauen und FLINTA* in Kunst, Wissenschaft und Technologie feiert, sowie in das Festival Bodies of Water (Juni 2025) ein, das gemeinsam mit DIY Hack the Panke und dem Rillig Lab als Kooperationspartner organisiert wird und städtische Wasserwege durch Kunst, Wissenschaft und Storytelling erkundet. Das aktuelle Kapitel dieser Zusammenarbeit entfaltet sich im Rahmen von CHRYSALIS. Artists in Labs (2025/26), das innovative Artist-in-Lab-Residenzprogramm von ALB, unterstützt von der Lottostiftung Berlin. Die im Bereich New Media arbeitende Künstlerin und Forscherin Helena Nikonole ist derzeit im Rillig Lab zu Gast und bringt ihre Arbeit im Bereich des maschinellen Lernens in einen Dialog mit der metagenomischen Bodenökologieforschung des Labors. Dabei fragt sie, wie Leben unter den Bedingungen des globalen Wandels spekulativ entstehen und sich entwickeln könnte. Die CHRYSALIS-Künstlerresidenz der Künstlerin und Forscherin Sybille Neumeyer basierte auf ihrer langjährigen Forschungszusammenarbeit mit dem Rillig Lab, deren Schwerpunkt auf dem Global Change Experiment und der Biosphärenforschung lag – beides Projekte, die die Auswirkungen vielfältiger ökologischer Veränderungen auf Bodenlebensgemeinschaften untersuchen. Anlässlich der Langen Nacht der Wissenschaft 2026 wird Art Laboratory Berlin zudem Material weiterer Künstler:innen präsentieren, die mit dem Rillig Lab in Verbindung stehen – darunter die Künstlerin und Forscherin Karine Bonneval sowie der Künstler und Umweltwissenschaftler Marcus Maeder.
Auf Einladung von Prof. Matthias Rillig (FU Berlin) haben Regine Rapp und Christian de Lutz von Art Laboratory Berlin zu dem wissenschaftlichen Aufsatz „Zehn einfache Regeln für die Aufnahme von Künstlern in einem wissenschaftlichen Labor” beigetragen, der 2021 in der Zeitschrift Plos Computational Biology veröffentlicht wurde und den Rahmen für diese Residenzen bildet. Neben der Offenheit war eine der zahlreichen Empfehlungen in diesem Artikel „Neugierig sein und den Holismus des anderen verstehen”, was für Art Laboratory Berlin stets entscheidend ist.
Anlässlich der Langen Nacht der Wissenschaften 2026 laden Art Laboratory Berlin und das Rillig Lab die Besucher:innen herzlich ein, zu entdecken, was geschieht, wenn künstlerische Forschung auf Naturwissenschaft trifft – und wie Boden, Pilze, Flüsse und Daten zur gemeinsamen Sprache von Kunst und Ökologie werden können.
