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ARTIFICIAL CONSCIOUSNESS

Exposing the Invisible: Data, Rendering and Code

HyungJun Park

HyungJun Park: I am an Artefact, 2012, mixed media installation, MRI scan, two-channel video, beeswax, acrylic panel, Aerogel, ultrasonic humidifier

Die Einzelausstellung von HyungJun Park Artificial Consciousness. Exposing the Invisible: Data, Rendering and Code vereint drei Kunstwerke, die in den letzten fünfzehn Jahren entstanden sind. Parks künstlerische Erkundung konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Maschine und Menschen sowie zwischen Menschen und nichtmenschlichen Wesen. Er verbindet und zeigt nichtmenschliche sensorische Erfahrungen durch technologische Werkzeuge für menschliche Körpererfahrungen, die andere Wahrnehmungen nachahmen.


Somniloquy ist Parks laufende Forschungsarbeit und sein Promotionsprojekt, das sich mit menschlichen und maschinellen Träumen beschäftigt. Park hat Traumtagebücher geführt, um das menschliche und maschinelle Bewusstsein zu erforschen. Im Zuge des Hypes um KI-Tools und ihre Zugänglichkeit wurden maschinelle Lernwerkzeuge in den letzten Jahren immer häufiger in der neuen Medienkunstszene eingesetzt. KI-Tools wurden als stark voreingenommen kritisiert – weiß, eurozentrisch, homophob und frauenfeindlich durch die Inhalte, die sie von ihren Benutzer:innen gelernt haben. Im Gegensatz dazu beschäftigt sich Park in seiner künstlerischen Forschung mit dem maschinellen Lernen aus einem subjektiven Blickwinkel heraus und erstellt einen einzigartigen Datensatz, der auf den Träumen und Bildern basiert, die er im Laufe der Jahre gesammelt hat. Auf der Grundlage seiner Träume erschafft (oder träumt) das KI-Tool neue, humorvolle und absurde Erzählungen, die auf den vom Künstler eingegebenen Texten und Bildern basieren.

HyungJun Park: Somniloquy, 2023, video performance, dream-sketch installation, projector, NLP-keyword extraction algorithm, CNN-image recognition algorithm, dream-diary, LED light device, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tim Deussen

HyungJun Park: Somniloquy, 2023, video performance, dream-sketch installation, projector, NLP-keyword extraction algorithm, CNN-image recognition algorithm, dream-diary, LED light device, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tim Deussen

HyungJun Park: Somniloquy, 2023, video performance, dream-sketch installation, projector, NLP-keyword extraction algorithm, CNN-image recognition algorithm, dream-diary, LED light device, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tim Deussen

HyungJun Park: Somniloquy, 2023, video performance, dream-sketch installation, projector, NLP-keyword extraction algorithm, CNN-image recognition algorithm, dream-diary, LED light device, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tim Deussen


I am an Artefact erforscht, was die Seele ist, und zeichnet den Sitz der Seele im menschlichen Körper aus wissenschaftlicher und spekulativer Sicht nach. Die alten Ägypter:innen glaubten, die Seele befinde sich im Herzen, und die Babylonier:innen glaubten, die Seele befinde sich in der Leber. Der moderne Mensch geht davon aus, dass es keine Seele gibt oder dass sie eine Emotion ist, die durch eine chemische Reaktion des Gehirns verursacht wird. Der menschliche Körper und die Seele sind Parks Hauptanliegen in diesem Projekt, das mit dem technologischen Zeitalter zusammenhängt. Der Entstehungsprozess des Kunstwerks I am an Artefact begann mit Ganzkörper-MRT-Scans von ihm selbst. Der Künstler schuf eine Reihe von Objekten aus verschiedenen Materialien, wie z. B. eine 1:1-Größe von Parks Herz aus Bienenwachs, einen Scan seines Kopfes, der für eine 3D-geschnittene Glasskulptur verwendet wurde, und Zeigefingerabdrücke, die mit Aerogel geformt wurden – einem Material, das als leichtester Feststoff bekannt ist. Mit dieser Reihe von Werken hat Park der Seele eine spekulative, physische Wirkung verliehen und die Bedeutung der Seele und ihrer Materialität auf ’natürliche und künstliche Materialien‘ übertragen.

HyungJun Park, ARTIFICIAL CONSCIOUSNESS. Exposing the Invisible: Data, Rendering and Code, exhibition view, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tim Deussen

HyungJun Park: I am an Artefact, 2012, mixed media installation, MRI scan, two-channel video, beeswax, acrylic panel, aerogel, ultrasonic humidifier, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: HyungJun Park

HyungJun Park: I am an Artefact, 2012, mixed media installation, MRI scan, two-channel video, beeswax, acrylic panel, aerogel, ultrasonic humidifier, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tim Deussen

HyungJun Park: I am an Artefact – MRI Documentation, 2012, video, screenshot, digital print

HyungJun Park: I am an Artefact, 2012, mixed media installation, MRI scan, two-channel video, beeswax, acrylic panel, aerogel, ultrasonic humidifier, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tim Deussen

HyungJun Park: I am an Artefact, 2012, mixed media installation, MRI scan, two-channel video, beeswax, acrylic panel, aerogel, ultrasonic humidifier, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tim Deussen

HyungJun Park: I am an Artefact, 2012, mixed media installation, MRI scan, two-channel video, beeswax, acrylic panel, aerogel, ultrasonic humidifier, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tim Deussen


Utopia ist eine Schnittstelle, die es dem Publikum ermöglicht, die visuellen Sinne aus einer nichtmenschlichen Perspektive zu erkunden. Diese Schnittstelle zielt darauf ab, eine Verbindung zwischen Menschen und Maschinen herzustellen. Analoge Monitore symbolisieren menschliche Augen. Vor dem Monitor ist ein Trichter installiert, so dass das Publikum jeden Monitor nur mit einem der eigenen Augen unabhängig voneinander sehen kann. Im Gegensatz zu Spinnen oder Insekten kann das menschliche Auge nicht beide Objekte gleichzeitig sehen. Durch diese Trennung der beiden Monitore gewinnt das Publikum jedoch eine neue visuelle und kognitive Erfahrung und erkundet die Erweiterungsfähigkeit der eigenen Sinne.

HyungJun Park: Utopia, 2008-2023, interactive video installation, two-channel CRT monitor, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tim Deussen

HyungJun Park, ARTIFICIAL CONSCIOUSNESS. Exposing the Invisible: Data, Rendering and Code, exhibition view, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tim Deussen

HyungJun Park: Utopia, 2008-2023, interactive video installation, two-channel CRT monitor. Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tuçe Erel

HyungJun Park: Utopia, detail, 2008-2023, interactive video installation, two-channel CRT monitor, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tim Deussen

HyungJun Park: Utopia, 2008-2023, interactive video installation, two-channel CRT monitor, Art Laboratory Berlin, 2023, photo: Tim Deussen


HyungJun Park lebt und arbeitet in Berlin und entwirft interdisziplinäre Kunstwerke durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Forschungsinstituten. Im Jahr 2012 arbeitete er mit dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie in Düsseldorf zusammen, 2013 wohnte und arbeitete er am Institute of Machinery Research in Korea. Im Jahr 2015 wurde er für das Stipendium Arts-Science-Economy in Schöppingen ausgewählt. Seine Arbeiten wurden im Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe (ZKM) ausgestellt und gesammelt. Er ist ein Mensch, der gerne offen ist, und seine Arbeiten basieren auf Kunst und Wissenschaft. Seine Interessen umfassen visuelle Kognition, Computertechnologie, das philosophische Selbst und den künstlerischen Körper.

HyungJun Park: I am an Artefact – The Permeable Heart, 2012, beeswax, sculpture, photo: HyungJun Park

HyungJun Park: I am an Artefact – A Floating Body, 2012, two-channel video

HyungJun Park: I am an Artefact – MRI Documentation, 2012, video, screenshot

HyungJun Park: Somniloquy, 2023, dream diary sketch, detail

HyungJun Park: Inside Out, 2012-on-going, heart rate measurement, interactive performance, 1 hour

HyungJun Park: Utopia, 2008-2023, interactive video installation, two-channel CRT monitor, photo: HyungJun Park


Presse Feedback



Schlafreden. Eine künstlerische Erkundung zu Künstlicher Intelligenz und menschlichem Bewusstsein. Interview mit HyungJun Park, in art-in-berlin von Carola Hartlieb (23. September 2023)

Insight: Artificial Consciousness–HyungJun Park, exposing the invisible for all to see, in CLOT von Lyndsey Walsh (20. September 2023)

ORT

Art Laboratory Berlin
Prinzenallee 34, 13359 Berlin

ORT UND ÖFFNUNGSZEITEN

Vernissage: 1. September 2023, 20 Uhr (mit einer einstündigen Performance)
Laufzeit: 2. September – 8. Oktober 2023
Do – So, 14 – 18 Uhr

WORKSHOP

HyungJun Park, Exposing the Invisible: Data, Rendering and Code
23. – 24. September 2023

ARTIST TALK

ARTIFICIAL CONSCIOUSNESS
Mit HyungJun Park und Tuçe Erel
8. Oktober 2023, 13 Uhr MEZ
HIER geht es zum Livestream!


KuratorINNEN

Tuçe Erel, Juha Lee

KURATORISCHE ASSISTENZ

Ina Mirzac, Julie Krejčí, Alessia Sforza

ART LABORATORY BERLIN
KURATORISCHES TEAM

Regine Rapp, Christian de Lutz, Tuçe Erel

Kooperationspartner:INNEN

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Düsseldorf
Institut für Materialphysik im Weltraum, Köln

MediENpartnerINNEN

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