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Swarms, Robots and Postnature

Käthe Wenzel | So Kanno | Sofia Crespo

Käthe Wenzel: Bonebots, 2010, Plexiglass, Elektronik, Tierknochen (Waschbär, Koyote, Luchs)

So Kanno: Lasermice dyad, 2020/21, Foto: Kuroha Masashi

Sofia Crespo: Neural Zoo series, 2018-2021, CNN (convolutional neural networks)

Die Ausstellung präsentiert Positionen aus der künstlerischen Forschung zum Schwarmverhalten, stellt das traditionelle Konzept der „Natur“ in Frage und erforscht Schnittstellen des Biologischen und Maschinellen.


Käthe Wenzel hat in ihrem Projekt Bone Bots Schnittstellen zwischen dem Biologischen und Maschinellen hergestellt: Die hybriden elektronischen Tiere, Roboter aus Tierknochen, verwischen traditionelle Kategorien von „Technologie“ und „Natur“, da sie als Experimente auf der Grundlage von synthetischer Biologie basieren und halb-lebende Maschinen darstellen. Wenzels Bone Costumes thematisieren den Massenkonsum von Lebewesen und die tägliche Tötung tierischer Körper und die normierten Formen, in die wir versuchen, unsere eigenen Körper hinein zu pressen. Die Arbeiten entstanden aus der Recherche historischer Korsett-Techniken; in Verbindung mit modernen Fashion-Technologien entwickeln sie sich zu Exo-Skeletten, halb organischen und halb mechanischen apokalyptischen Outfits.

Foto: Tim Deussen

Foto: Tim Deussen

Foto: Tim Deussen

Foto: Tim Deussen

Foto: Tim Deussen

Foto: Tim Deussen

Foto: Tim Deussen

Zeichnung: Käthe Wenzel

Foto: Tim Deussen


So Kanno verbindet Design Informatik mit digitaler Kunst und hat sich in den letzten Jahren intensiv mit Robotersystemen und Schwarmrobotik auseinander gesetzt. Lasermice ist eine Schwarmroboteranlage, die aus 30 kleinen Robotern besteht, die durch das synchrone Verhalten von Insekten wie Glühwürmchen inspiriert wurde. Normalerweise ist das Netzwerk des Schwarms unsichtbar, aber in diesem Fall erstellen diese Roboter ein sichtbares Netzwerk mittels Laser-Licht-Photodetektor-Kommunikation. Dadurch erzeugen sie einen Rhythmus, durch Elektronmagneten akustisch wahrnehmbar, der sich ständig ändert. Die aktualisierte Fassung Lasermice Dyad, geht ebenfalls der Idee, natürliche Phänomene künstlich sichtbar zu machen, und weist noch mehr Parameter auf.

So Kanno: Lasermice dyad, 2020/21, Foto: Kuroha Masashi

So Kanno: Lasermice dyad, 2020/21, Foto: Tim Deussen

So Kanno: Lasermice dyad, 2020/21, Foto: Tim Deussen

So Kanno: Lasermice dyad, 2020/21, Foto: Tim Deussen

So Kanno: Lasermice dyad, 2020/21, Foto: Tim Deussen

So Kanno: Lasermice dyad, 2020/21, Foto: Tim Deussen

So Kanno: Lasermice dyad, Foto: So Kanno


Sofia Crespo arbeitet an der Darstellung künstlichen Lebens und generativer Lebensformen. Einer ihrer Schwerpunkte ist die Art und Weise, wie organisches Leben künstliche Mechanismen nutzt, um sich selbst zu simulieren und sich zu entwickeln. Dies impliziert die Idee, dass Technologien ein verzerrtes Produkt des organischen Lebens sind, das sie hervorgebracht hat, und nicht ein vollständig getrenntes Objekt. Ihr Projekt Neural Zoo ist eine Recherche darüber, wie Kreativität funktioniert. Computersehen und maschinelles Lernen könnten eine Brücke zwischen uns und einer spekulativen „Natur“ schlagen, die nur durch ein hohes Maß an parallelen Berechnungen zugänglich ist.

Bild: Sofia Crespo

Bild: Sofia Crespo

Foto: Tim Deussen

Foto: Tim Deussen

Excerpt, Foto: Art Laboratory Berlin

Foto: Art Laboratory Berlin





Presse Feedback


Vom Mythos der Natürlichkeit, in Art-in-berlin.de von Hanna Komornitzyk (15.06.2021)

Ort

Art Laboratory Berlin
Prinzenallee 34, 13359 Berlin

Datum und Öffnungszeiten

Opening: 30. April 2021
1. Mai – 27. Juni 2021
Do – So, 14 – 18 Uhr

Ab Samstag, den 5. Juni 2021 brauchen unsere Besucher:innen keinen Negativ-Test mehr vorzeigen und können OHNE Reservierung während der regelmäßigen Öffnungszeiten unsere Ausstellung besuchen. Herzlich willkommen!

Kuratiert von

Regine Rapp & Christian de Lutz

Team

Regine Rapp, Christian de Lutz
Tuce Erel, Karolina Zyniewicz, Jana Piotrowski

Fotodokumentation

Tim Deussen

Medienpartner

Unterstützt von



Hygienevorschriften

*Fünf Personen sind aktuell im Ausstellungsraum gleichzeitig erlaubt. Gemäß den staatlichen Gesundheitsvorschriften ist der Einlass an den Nachweis eines negativen SARS-CoV-2-Testergebnisses innerhalb von 24 Stunden vor dem Termin oder eine Bestätigung der vollständigen Impfung gebunden. FFP2-Masken sind für die Dauer des Besuchs erforderlich. Die Kontaktdaten aller Besucher:innen werden für einen Monat aufbewahrt.

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