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HACK THE PANKE Festival

From Here to Ear: Sound Exploration

Workshop | Tad Ermitaño

Art Laboratory Berlin heißt herzlich willkommen zum HACK THE PANKE Festival mit verschiedenen Veranstaltungen wie Workshops, Filmvorführungen und Walks zu Kunst, Wissenschaft und Sound in Berlin-Wedding. Im Rahmen seiner Einzelausstellung Radyo Somatodelia: Experiments in Sonic Animism bei Art Laboratory Berlin wird der philippinische Künstler Tad Ermitaño diesen Workshop realisieren.

From Here to Ear ist eine Klangkunstaktivität, die die Teilnehmenden ermutigen soll, ihrer Umgebung bewusst zuzuhören. Der Workshop betrachtet das Zuhören als eine Art des Denkens und als einen Akt der Reflexion, sowohl im Sinne des Denkens als auch im Sinne dessen, was ein Spiegel tut. Die Sonifikation ist eine Möglichkeit, Daten und die Welt neu zu erfahren. Wie kann der Akt des Zuhörens die Welt reflektieren, um ein Ort zu sein, an dem die Welt gehört wird und an dem die Welt gleichzeitig sich selbst hört? Der Einsatz von Klang zur Erforschung und zum Einfühlen in andere Lebewesen in unserer Umgebung verbindet sich mit der Idee, das Unbekannte mit der Praxis der Verschränkungen zu erforschen, und hat das Potenzial, den Umfang und die Definition von Empathie zu erweitern. Zuhören als Präsenz. Zuhören als Abwesenheit.


Workshop | Details


Der Workshop ist in drei Teile gegliedert und beginnt bei Art Laboratory Berlin, was einen „Kunstspaziergang“ entlang der Panke und ihrer Umgebung beinhaltet, und endet schließlich in den Uferstudios im AnaConda Café.

Der Workshop beginnt mit einem kurzen Künstler- und Kuratorenspaziergang in der Galerie, bevor es nach draußen zu einem „Kunstspaziergang“ oder einer Walking Lecture Performance geht. Inspiriert von den Konzepten der indonesischen Aktivität Jalan-jalan (spazieren gehen) und dem philippinischen tambay (abhängen) werden die Workshop-Teilnehmenden dazu ermutigt, sich in der Umgebung aufzuhalten und sich durch Zuhören und klangliche Intervention aktiv mit sich selbst und der Umgebung zu beschäftigen. Die Teilnehmenden erstellen „Klangskizzen“ oder stilisierte Darstellungen ihrer Hörerfahrung mit den Klängen von gefundenen und bereitgestellten Objekten und Geräten. Am Ende des Workshops werden die Teilnehmenden ihre Skizzen in einer partizipatorischen Gruppen-Sound-Performance zusammenführen, die eine stilisierte Panke in einem Netzwerk aus Klang und verschränkten Absichten wiedergibt.


Mitbringen


Mobiltelefon, Kopfhörer, Tonaufnahmegeräte, Tabletop-Synthesizer, elektroakustische Geräte.


Tad Ermitaño ist eine Schlüsselfigur der neuen Medienkunst auf den Philippinen und in Südostasien. Seine Geschichte reicht bis in die späten 1980er Jahre zurück, als er das Medienkollektiv Children of Cathode Ray mitbegründete. Er gilt als einer der bahnbrechenden Pioniere der Klangkunst auf den Philippinen und als Erforscher des Experimentalfilms. Seitdem hat sich seine künstlerische Praxis zu einer Untersuchung der Prozesse, der Semiotik und der Strukturen entwickelt, die die Beziehung des Menschen zu Maschinen umgeben. Bei seinen Projekten geht es häufig um die Manipulation von Ton und Bild im Zusammenspiel mit räumlichen Strukturen. Ermitaño arbeitet mit einer Reihe von Technologien, von digitalen Videos (Sex2Speech, 2017) und mechanischen Instrumenten (Hasa, 2015) bis hin zu analogen Schaltkreisen (Bell, 2011), elektromechanischen Mechanismen (Orasyonador, 2022) und Computerprogrammierung (Sammy and the Sandworms, 2013).

Ermitaño hat keine formale Ausbildung in den Künsten oder in der Musik genossen. Er besuchte die Philippine Science High School und studierte Biologie an der japanischen Universität von Hiroshima und Philosophie an der Universität der Philippinen. Er absolvierte eine Film- und Videoausbildung am Mowelfund Film Institute und unterrichtet derzeit den ersten akademischen Klangkunstkurs der Philippinen am College of Fine Arts der Universität der Philippinen. Ermitaño hat an zahlreichen Gruppenausstellungen teilgenommen, unter anderem im Laforet Museum in Japan, im Palazzo Mora in Italien und im Singapore Art Museum. Im Jahr 2016 war sein Werk Gillages Teil von Muhon, der Ausstellung des philippinischen Pavillons auf der 15. Architekturbiennale von Venedig.



ORT

Art Laboratory Berlin
Prinzenallee 34, 13359 Berlin

DATUM UND UHRZEIT

4. September 2022 (!)
14:30 – 17:30 Uhr

GEBÜHREN & REGISTRIERUNG

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Kurator

Tengal Drilon

ALB Team

Regine Rapp, Tuçe Erel, Christian de Lutz

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