Ausstellung > Mind the Fungi

Mind the Fungi

Art & Design Residencies

Theresa Schubert | Fara Peluso

Ausstellungsansicht Mind the Fungi. Art & Design Residencies, 2020, photo: Tim Deussen

Ausstellungsansicht: Mind the Fungi: Art & Design Residencies, Futurium, 2020, Foto: Tim Deussen

Ausstellungsansicht: Mind the Fungi: Art & Design Residencies, Futurium, 2020, Foto: Tim Deussen

Fara Peluso, Niche, Futurium, 2020, Foto: Tim Deussen

Theresa Schubert: Sound for Fungi. Homage to Indeterminacy, Futurium, 2020, Foto: Tim Deussen

Fara Peluso, neues Biomaterial, Material Driven Design Workshop, 2020

Theresa Schubert: Eichenfeuerschwamm Phellinus robustus, 25 Tage nach Inokulation mit Soundbeschallung, 2019

Das Artists-in-Residence-Programm bei Mind the Fungi mit Theresa Schubert und Fara Peluso bringt Kunst und Design mit konstruktiven Ideen in das multidisziplinäre Forschungsprojekt ein. Schubert hat sich mit den Auswirkungen von Schall auf das Pilzwachstum beschäftigt. Peluso hat nach neuen Biomaterialien unter Berücksichtigung der Symbiose von Algen und Pilzen geforscht. Die daraus resultierenden künstlerischen und designbasierten Arbeiten sind das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit beiden Fachgebieten des Instituts für Biotechnologie der TU Berlin – der Angewandten Molekularen Mikrobiologie von Prof. Vera Meyer und der Bioverfahrenstechnik von Prof. Peter Neubauer.


Für die Künstlerin Theresa Schubert stellen Pilze die perfekte Grundlage für Netzwerkmetaphern dar, nicht nur ästhetisch, sondern auch als eine Philosophie der Beziehungen, des Prozesses und des Raums. Für ihr Box Experiment konstruierte sie Boxen, die Lautsprecher und ausgewähltes Pilzmyzel aus den Walk & Talks enthielten. Mehrere Wochen lang beschallte sie die Pilze mit bestimmten Tonfrequenzen. Schubert war begeistert zu sehen, dass sich dies auf das Wachstum und den Stoffwechsel des Myzels auswirkte. Daraus entwickelte sie die interaktive Videoinstallation Sound for Fungi. Homage to Indeterminacy, die Pilzhyphen simuliert und über einen Handtracking-Sensor Interaktion ermöglicht. Die Besucher:innen können hier als Tonfrequenz agieren, die das Wachstum der Hyphen moduliert und Bewegung durch das Netzwerk ermöglicht.

Theresa Schubert, Zeichnungen und Objekte des Projekts Box Experiment, 2020, Foto: Tim Deussen

Theresa Schubert, Zeichnungen und Objekte des Projekts Box Experiment, 2020, Foto: Tim Deussen

Theresa Schubert, Zeichnungen und Objekte des Projekts Box Experiment, 2020, Foto: Tim Deussen

Theresa Schubert: Sound for Fungi. Homage to Indeterminacy, 2020, Foto: Tim Deussen

Theresa Schubert: Sound for Fungi. Homage to Indeterminacy, 2020, Foto: Tim Deussen

Die Künstlerin und Designerin Fara Peluso arbeitet in den Bereichen Material Driven Design und Biokunst und begreift den Menschen in einer engen Verbindung mit Natur, Organismen und biologischen Prozessen. Ihre Arbeit Niche ist eine hybride Installation einer lebenden Skulptur, welche die Koexistenz zwischen Pilzen und Algen als Mikroorganismen erforscht. Peluso lässt sich von der symbiotischen Beziehung zwischen diesen Organismen in Flechten inspirieren und verbindet Natur, Biotechnologie und Kunst. Die Skulptur Zweisamkeit kombiniert eine Topographie aus Eichenholz mit mehreren Schichten von Biomaterial, was sie als eine Form der Metamorphose begreift. Sie reflektiert die Entwicklung von Landschaft durch den Menschen, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, wie wir unsere natürliche Umgebung definiert und geformt haben, aber wiederum von biologischen Kräften in der Umwelt geprägt werden.

Fara Peluso, Zweisamkeit, 2020, Foto: Tim Deussen

Fara Peluso: Niche, 2020, Foto: Tim Deussen

Fara Peluso: Niche, 2020, Foto: Tim Deussen

Fara Peluso: Niche, 2020, Foto: Tim Deussen

Fara Peluso: The Poetry of Landscape, Zeichnungen; Biomaterial aus Myzelium und Kieselgut (Diatomit), 2020, Foto: Tim Deussen

Neben den Arbeiten von Schubert und Peluso stellt die Ausstellung auch neue Ergebnisse aus den Laboratorien des Instituts für Biotechnologie der TU Berlin vor, so hat zum Beispiel einen Prototyp eines Fahrradhelms aus Baumpilzmyzel von Bastian Schubert (Fachgebiet Angewandte und Molekulare Mikrobiologie) oder Beispiele von in Symbiose lebenden Organismen in Flechten (Fachgebiet Bioverfahrenstechnik).

Neue Funde und Objekte aus den Laboratoren des Instituts für Biotechnologie, TU Berlin: Proben von symbiotischen Organismen aus Flechten (Bioverfahrenstechnik), Foto: Tim Deussen

Neue Objekte aus den Laboren des Instituts für Biotechnologie der TU Berlin: Prototyp eines Fahrradhelms aus Baumpilzmyzel von Bastian Schubert (Angewandte und Molekulare Mikrobiologie), Futurium, 2020, Foto: Tim Deussen

Neue Funde und Objekte aus den Laboratoren des Instituts für Biotechnologie, TU Berlin: Proben von symbiotischen Organismen aus Flechten (Bioverfahrenstechnik), Foto: Tim Deussen



MIND THE FUNGI, Projekt-Video, 5 Min., 2019, Production: Tim Deussen, www.tim-deussen.de, Konzept: Regine Rapp & Christian de Lutz, ALB

Ort

FUTURIUM | Futurium Lab
Alexanderufer 2, 10117 Berlin

Daten und Öffnungszeiten

3. Juli – 28. Dezember 2020
Mo, Mi, Fr, Sa, So 10 – 18 Uhr,
Do 10 – 20 Uhr, Di geschl.
Freier Eintritt

Kuratiert von

Regine Rapp & Christian de Lutz

Fotodokumentation

Tim Deussen

Kooperationspartner:innen

Technische Universität Berlin
Fachgebiet für Angewandte und Molekulare Mikrobiologie
Fachgebiet für Bioverfahrenstechnik
TOP Lab

Unterstützt von

Mind the Fungi

Informiert bleiben

Unseren Newsletter abonnieren