Vortrag & Workshop

Theresa Schubert | The forestal psyche


Freitag, 25. August 2017, 19-21 Uhr (Lecture)
Samstag, 26. August 2017, 10-18 Uhr (Exkursion)



Vortrag und Workshop basieren auf dem langjährigen künstlerischen Forschungsprojekt der Künstlerin zu lebenden Organismen als künstlerisches Material und Medium. Für dieses Vorhaben widmet sich Schubert dem Potential von Schleimpilzen, Moosen und Flechten aus den Wäldern des Berliner Umlands. Schleimpilze sind die größten bekannten Einzeller und leben als Fäulnisbewohner am Waldboden. Bestimmte Moose und Flechten sind natürliche Heilmittel und Indikatoren für gute Luftqualität. Abgesehen von einer wissenschaftlich begründeten Herangehensweise waren Wälder seit jeher Orte von Mythen, Sagen und Phantasiewesen. Wie können in einem künstlerischen Projekt Phantasie und Biotechnologie zusammen finden? Kann man harte Wissenschaft „demystifizieren“, indem man sie kreativ interpretiert?

Die Künstlerin Theresa Schubert haltet einen Vortrag halten (26.8.), der in ihre Arbeit und das Thema im Speziellen einführt. Am darauffolgenden Tag (27.8.) lädt sie zu einem Workshop. Dieser startet mit einer Exkursion ins Berliner Umland. Das Ziel ist es, im Wald Organismen, die Schubert in ihrer Kunst verwendet, in ihrem natürlichen Habitat zu finden. Die Mitnahme von Feldmikroskopen ermöglicht eine erste Analyse direkt vor Ort. Besonders interessante Exemplare werden gesammelt und mit Hilfe von biotechnologischen Methoden untersucht und klassifiziert. Daraufhin wird Schubert ein BioInterface demonstrieren, das mit den Organismen kommunizieren und Daten an Computer senden. Damit wird eine spätere künstlerische Auswertung und Umsetzung visuell und auditiv möglich. Dieser Workshop ist für Erwachsene aber auch Kinder möglich.
Inhalte / Experimente: ökologische Besonderheiten des Waldes, Feldexkursion und Sammeln, Sichtbarmachung und Identifikation, Naturabrucke, Demonstration BioInterface. Die Teilnehmer können Samples mitnehmen.

Die in Berlin lebende Künstlerin Theresa Schubert forscht an den Schnittstellen von Kunst, Biologie und Technologie. Sie studierte Medienkunst an der Bauhaus-Universität Weimar. In ihrer künstlerischen Praxis verbindet sie variable Medien zu Werken, die sich in audiovisuellen Installationen, Fotografien oder Arbeiten auf Papier ästhetisch manifestieren. Sie behandelt Phänomene der Natur nicht nur als Inspiration, sondern als Material und kritischen Prozess.
www.theresaschubert.com












Alle Fotos (c) Tim Deussen/ Studio Deussen




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