Nächste Ausstellung:
Nonhuman Subjectivities
On Animals. Cognition, Senses, Play

Rachel Mayeri   Maja Smrekar

Vernissage: 27. Mai 2016, 20 Uhr
Artists Talk: 29. Mai 2016, 15 Uhr

Ausstellungslaufzeit: 28. Mai - 17. Juli 2016, Fr-So, 14-18h und nach Vereinbarung (24. Juni geöffnet bis 21 Uhr)


Links: Maja Smrekar, I Hunt Nature and Culture Hunts Me, 2014, Videoaufzeichnung der Performance; rechts: Rachel Mayeri, Apes as Family, 2012, Film

Die Ausstellung On Animals. Cognition, Senses, Play untersucht zwei Arten von Tieren, die eine beeindruckende kognitive Nähe zum Menschen aufweisen: Primaten, unsere nächstliegenden Verwandte, besitzen komplexe kognitive Systeme, die denen der Menschen stark ähneln, sich aber auch in gewissen Bereichen radikal unterscheiden. Hunde, die dem Menschen nächstliegenden Begleiter der gesamten Tierwelt, haben sich neben dem Menschen über 30.000 Jahre lang weiterentwickelt. Allen gemeinsam ist der von Donna Haraway formulierte Begriff des "Miteinanderhandelns": Durch die Überwindung konventioneller Dichotomien von Natur/Kultur, Mensch/Tier oder Subjekt/Objekt geht es vielmehr um ein gemeinsames Agieren. In ihren Arbeiten zu Tieren (Primaten, Hunde und Wölfe) setzen die beiden Künstlerinnen Maja Smrekar und Rachel Mayeri auf bestimmte Strategien des Narrativen und das Phänomen der Immersion, um sich dadurch der Perspektive eines nichtmenschlichen Gegenübers anzunähern. Sie stellen den Instinkt und die Sinne des Nichtmenschlichen ins Zentrum ihrer künstlerischen Forschung. Mittels Performance, Film und Kunst-Naturwissenschafts-Kollaborationen versuchen beide, die Kognitionsfähigkeit des Nichtmenschlichen zu übersetzten.
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Letzte Ausstellung:

Nonhuman Subjectivities
The Other Selves. On the Phenomenon of the Microbiome

François-Joseph Lapointe, Saša Spačal mit Mirjan Švagelj und Anil Podgornik, Tarsh Bates, Joana Ricou
Performance - 1000 Handshakes: 3. Februar 2016. 19-22 Uhr während Eröffnung der transmediale, Haus der Kulturen der Welt (Mehr Informationen)
Vernissage: 26. Februar 2016, 20 Uhr
Künstler/innengespräch: 28. Februar 2016, 15Uhr
Science Hack Day Stammtisch 23. März 2016, 19 Uhr (Mehr Informationen)
Naturwissenschaftlerin und Künstlerin im Gespräch - PD Dr. Annette Moter und Tarsh Bates: 23. April 2016, 18 Uhr
Finissage mit Gespräch von Felix Navarrete: 30. April, 2016 15-18 Uhr

Ausstellung: 27. Februar – 30. April, 2016 || Fr-So 14-18 Uhr u.n.V.



Links: François-Joseph Lapointe, Microbiome selfie, 2014 Mitte & rechts: Saša Spačal, Mirjan Švagelj, Anil Podgornik Mycophone Unison, Responsive Installation: Elektronic, Klang, und biologische Materialen, 2013; Petri dish, Installation Detail 2013


Die Ausstellung, die erste unserer neuen Ausstellungsreihe Nonhuman Subjectivities, zeigt verschiedene künstlerische Positionen zum komplexen mikrobiellen Milieu am und im menschlichen Körper. Wissenschaftler behaupten, dass es genauso viele Bakterien wie menschliche Zellen in unserem Körper gibt. Das Phänomen des Mikrobioms wirft also eine Menge grundlegender Fragen über die menschliche Identität und unsere Beziehung zu unseren multiplen Entitäten auf.

François-Joseph Lapointe verbindet seine biologische Forschung mit Performancekunst. Seine jüngsten künstlerischen Arbeiten thematisieren das Mikrobiom in Verbindung mit unserem alltäglichen Leben und der physischen Beziehung zu anderen. Lapointe sequenziert sein eigenes Mikrobiom, um metagenomische Selbstportraits zu schaffen, sogenannte Microbiome Selfies, welche die Metamorphose seines bakteriellen Selbst illustrieren. In der Ausstellung werden neue Arbeiten seiner Performance 1000 Handshakes zu sehen sein, die er vor kurzem in der Eröffnungsnacht der transmediale 2016 realisierte. Die Bilder zeigen den mikrobiellen Verlauf während der Interaktion mit dem Mikrobiom anderer - so zum Beispiel beim Händeschütteln, einer grundlegenden und uralten Form der Beziehungspflege.

Saša Spačal zusammen mit Mirjan Švagelj und Anil Podgornik untersuchen die Dichotomie des Einsseins des menschlichen Körpers zwischen biologischer Einheit zum einen und Vielheit des menschlichen Mikrobioms zum anderen. In ihrer Installation Mycophone_unison entwickelte das Kunst-Wissenschaft-Design-Team eine auditive Landkarte der Interaktionen ihrer Mikrobiome und uns Rezipienten: Indem die Besucher ihren Fingerabdruck hinterlassen, senden sie ein Signal an die Karte, die dies durch die zentrale Himmelsplatte an die drei Mikrobiome weitergibt und verarbeitet. Die polymodale Sonifikation betont dabei die Vielfältigkeit der Macher/innen.

    
Links: Tarsh Bates bei der Arbeit im Labor für künstlerische Produktion, School of Pathology and Laboratory Medicine, The University of Western Australia, 2015, Rechts: Joana Ricou, Other landscape no. 1, microbiome der Künstlerin und Umgebung, C-print, 89 × 140 cm, 2014

Tarsh Bates untersucht künstlerisch, was es bedeutet, Mensch zu sein, wenn unser Körper mit mehr als einer Billion Zellen ausgestattet ist, von denen doch nur die Hälfte menschliche sind. Ihre neue Arbeit Surface dynamics of adhesion besteht aus einem beflockten Tapetenmodell. Auf der Grundlage des Bluts der Künstlerin und in Plexiglas-Rahmen dicht verschlossen entwickelt ein Candida bestimmte Muster, die in den Salons der viktorianischen Zeit populär waren. Die Arbeit ermöglicht ästhetische Erfahrungen über die Kontaktzonen zwischen den zwei völlig unterschiedlichen Organismen. Darüber hinaus thematisiert die Installation die unbewusste Beziehung, die wir zu Candida haben.

Joana Ricous Fotografien, mikrobielle Gemälde und Performances verlaufen jenseits der traditionellen Grenze zwischen Organismus und Umgebung. Ricou sammelt Proben ihres eigenen Mikrobioms und das ihrer Umgebung, kultiviert diese im Labor, um sie anschließend zu visualisieren. Daraus sind zwei Portrait-Serien entstanden: Other-self Portraits, ein Gemisch von Kulturen ihres eigenen Körpers; und Non-self Portraits, ein Gemisch von umgebenden Kulturen.

Regine Rapp & Christian de Lutz (Kuratoren)


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Mit der freundlichen Unterstüzung von:



Kooperationspartner:

 

Medienpartner:


Ermöglicht durch eine großzügige Unterstützung von Michael Schröder.





Informationen zu der Serie [macro]biologies & [micro]biologies von 2014-15 hier...


Publikationen!

Wir freuen uns sehr, Ihnen/ Euch unsere neue Publikation vorzustellen:
[macro]biologies & [micro]biologies. Art and the Biological Sublime in the 21st Century.
Hrsg. v.Regine Rapp & Christian de Lutz, Berlin 2015
Mehr Informationen hier...



Online Publikation:
Wir freuen uns sehr, mit Ihnen/ Euch unsere Online-Publikation der zweitägigen internationalen, interdisziplinären Konferenz zu teilen, die bei Art Laboratory Berlin im Sommer 2013 stattgefunden hat: Synaesthesia. Discussing a Phenomenon in the Arts, Humanities and (Neuro-)Science

Art Laboratory Berlin bedankt sich für die ständige Unterstützung von:

 

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